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Hartmut Binder
Gustav Meyrink – Ein Leben im Bann der Magie
Mit diesem 780-Seiten-Werk ist eine in jedem Wortsinn gewichtige Biographie Gustav
Meyrinks entstanden, die den Einfluss Prags gebührend würdigt, Meyrink aber als
Schriftsteller und Menschen mit vielen Facetten zeigt, und einen ganz eigenen
Spannungsbogen aufbaut.
Und, das ist vielleicht das größte Kompliment, das man einer Biographie machen kann: es
wächst von Seite zu Seite eine große Lust, wieder, mehr Meyrink zu lesen.
Helmut Petzold, Bayern 2
20. Feburar 2010
Alles über Meyrink
Hartmut Binders grosse Biografie
Gustav Meyrink, der Verfasser des phantastischen Romans «Der Golem» und vieler sprachschöpferischer Satiren, wird gemeinhin der Prager deutschen Literatur zugerechnet. Dabei verbrachte er, in München 1868 geboren, 1932 in Starnberg gestorben, den grösseren Teil seines Lebens in Bayern und nicht in Böhmen. Dorthin war er als Gymnasiast mit seiner Mutter gekommen, die als Schauspielerin nach Prag engagiert wurde. Zeitlebens hat der Sportsmann und Mystiker, Dandy, Bankrotteur und spätberufene Schriftsteller seine Biografie mehr zu verdunkeln als zu erhellen versucht. Zeitgenossen haben in ihren Büchern die Legenden und Gerüchte weitergetragen, die manchmal von ihm selbst stammten, und auch die Wissenschaft hat diese lieber übernommen als überprüft.
Nun ist der Kafka-Forscher Hartmut Binder entschlossen angetreten, mit allen Mutmassungen Schluss und der Meyrink-Forschung endlich Ernst zu machen. Penibel listet er die Fehler auf, die die Germanisten vor ihm gemacht haben, denen er rundum «Faktenarmut», «Inkompetenz», «Unkenntnis», «leeres Geschwafel» attestiert. Das nun kann man Binders Arbeit wahrlich nicht nachreden, die bis in die Fussnoten hinein von Kenntnis und Faktenreichtum nur so strotzt. Grossartig, wie Binder Meyrinks Okkultismus bis in die dunkelsten Kammern der Kulturgeschichte ausleuchtet, sensationell, was für ein Bildmaterial er aufgetrieben hat.
Wer sich künftig mit Gustav Meyrink, dem Verfasser unter anderem der phantastischen Romane «Der Golem» (1913), «Das grüne Gesicht» (1917) und «Walpurgisnacht» (1917), beschäftigen will, findet hier alles, was man über diesen Autor nur wissen kann, und einiges, was er vielleicht gar nicht zu wissen braucht. Vierzig Seiten widmet Binder der schulischen Ausbildung des Autors, um zum Fazit zu gelangen: «Während Meyrinks Schulzeit deutete nichts darauf hin, dass er sich später einmal als Schriftsteller betätigen und auf diesem Feld Anerkennung finden würde.»
Andreas Breitenstein, Neue Zürcher Zeitung
25. Mai 2010
Wer die Bücher von Gustav Meyrink kennt, findet in diesem Buch, das wirklich sehr gut fundiert ist, alles Wissenswerte, wie und wo seine Bücher entstanden sind. Hartmut Binder hat hier hervorragende Recherchen unternommen um dieses grossartige Werk über Gustav Meyrink so spannend und informativ zu gestalten. Schon allein das Bildmaterial das er zusammengetragen hat ist wirklich sensationell. Herzlichen Dank – und das Buch ist wirklich empfehlenswert.
Kundenrezension auf Amazon
27. Juni 2010
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