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Jehuda Huppert und Hana Drori Schrecklich-schöner Wegweiser. Darf ein Buch über ein Konzentrationslager schön gestaltet sein? Der "Wegweiser" durch Theresienstadt von Hana Drori und Jehuda Huppert ist es, man nimmt das kleine Buch aus dem deutschsprachigen Prager Vitalis-Verlag tatsächlich gerne in die Hand, auch wenn darin eines der schrecklichsten Kapitel der jüdischen Geschichte des 20. Jahrhunderts erzählt wird. ... In diesem Buch erfährt man alles über Theresienstadt. Der "Tagesspiegel", am 12. November 2000
Hana Drori und Jehuda Huppert, beide Überlebende, die in Theresienstadt, Auschwitz und anderen Lagern waren, geben im ersten Teil des Buches einen allgemeinen Überblick über die Organisation des Ghettos, im zweiten beschreiben sie ausführlich die Stätten und Stationen: von Knaben- und Mädchenheimen über Synagogen bis zu den Krematorien, den Totenkammern und der Gaskammer. Sie berichten, wie die dem Tode nahen Insassen alles unternommen haben, um das Lagerleben mit menschlicher Würde und mit Hilfe kultureller Tätigkeiten zu ertragen es wurde gemalt, Theater gespielt, musiziert und gedichtet. Sie berichten, wie das Lager für eine Inspektion des Internationalen Roten Kreuzes fast zu einer Art Freizeitpark umgewandelt wurde und die Öffentlichkeit über die tatsächlichen Zustände und Funktionen des Lagers getäuscht wurde. Sie erzählen von der Produktion des Propagandafilms "Der Führer schenkt den Juden eine Stadt", der eine ähnliche Täuschungsfunktion hatte. Ein Buch über ein Konzentrationslager, ein Buch, schön gestaltet, obwohl darin eines der schrecklichsten Kapitel des 20. Jahrhunderts erzählt wird. "HaGalil onLine", im Dezember 2000
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