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Alan Levy "Daß dieses Buch so lange brauchte, um einen deutschsprachigen Verlag zu finden, ist erstaunlich. Um so mehr spiegelt es die Ambition des Vitalis Verlags in Prag, der Alan Levys Klassiker über das Jahr 1968 Rowboat to Prague erstmals in einer hervorragenden Übersetzung präsentiert. ... Das Werk ist ein Stück aufregender Zeitgeschichtsschreibung. Die Stimmung des Jahres 1968, seine politischen Protagonisten samt ihren aufschlußreichen Biographien, die Tagesgespräche, die Medienszene, das alles taucht lebendig und ohne jede Patina auf. Der Autor hat Zeitzeugnisse, Notizen, Reden, ja sogar Graffiti mit gekonnter Dramaturgie verarbeitet. Die literarische Erzählart zieht auch den zeitfernen Leser ins Geschehen und bringt ihm über den konkreten Alltag die Mentalität und die Geschichte der Nachbarn nahe. ... Die Verknüpfung von Distanz und Nähe, die Schärfe der Beobachtung und die Psychologie der Darstellung machen sein Buch zu einem Lesegenuß." "Salzburger Nachrichten", am 27. Juni 1998
" ... Besonders interessant sind die persönlichen Begegnungen und die Gespräche mit Pragern, die Levy aufgezeichnet hat. Deren Meinungen dokumentieren die Phasen des Traums vom "Kommunismus mit menschlichem Antlitz". Auch Porträts von wichtigen Persönlichkeiten Alexander Dubcek, Josef Smrkovský, Antonín Novotný, Oldrich Cerník, Ota ik und andere fehlen nicht. Gelungen sind auch die Beobachtungen des Lebens im Widerstand. So dokumentiert Levy die damaligen Graffiti in Prag: vom banalen "Make Love, not War" bis zu "Iwan, wie oft wirst Du uns noch befreien?" 1971 entdeckte die kommunistische Polizei Teile von Levys Aufzeichnungen und verwies ihn samt Familie als "westlichen Agenten" des Landes. Die nächsten 20 Jahre lebte er dann als Korrespondent für US-Zeitungen in Wien. Levys Buch, das nun erstmals in deutscher Übersetzung vorliegt, ... wurde im tschechoslowakischen Untergrund bald zum Klassiker. Von manchen Zeitzeugen wird es als "authentischste Darstellung" des Prager Frühlings bezeichnet." "Die Presse", 7. Jänner 1999
"Das Buch, geschrieben in den Jahren, von denen es erzählt 1968 bis 1971 und pünktlich zum Jubiläum endlich auf Deutsch, im Prager Vitalis Verlag erschienen, ist wohl der lebendigste und detaillierteste Bericht über diese Zeit, den man hierzulande kaufen kann. Es ist kein Rückblick in Wehmut oder Zorn, keine politische Analyse aus der Distanz von 30 Jahren, sondern eine persönlich erlebte, mit Wärme und Witz erzählte Geschichte, minutiös recherchiert zu einer Zeit, als Beteiligte und Augenzeugen noch alle in Prag lebten." "Der Tagesspiegel", am 21. August 1998
"Alan Levy erfuhr den Prager Frühling nicht als distanzierter Chronist obwohl die Fakten und Hintergründe, die politischen und persönlichen Verflechtungen der Protagonisten exakt und aufschlußreich recherchiert sind , sondern er erlebte den Aufbruch, die Lockerungen, die hoffnungsvollen Veränderungen und dann den Einmarsch und die Zerstörung der neuen Freiheit mit seiner Familie täglich und hautnah mit. ... Die Atmosphäre der Freiheit und ihrer Abschaffung wird hier ohne Pathos und Ressentiments geschildert." "Süddeutsche Zeitung", am 04. September 1998
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