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Harald Salfellner/Werner Wnendt Eine Dokumentation der Ereignisse in der bundesrepublikanischen Botschaft in Prag im Herbst 1989 - von der Belagerung durch ausreisewillige DDR-Bürger bis zur Erreichung des ersehnten Zieles. ... Repräsentative Aufmachung in edlem Kreidepapier. Prager Zeitung, am 7. 10. 1999
Zu Füßen des Laurenziberges in Prag erhebt sich das Palais Lobkowicz, das seit 1973 der Bundesrepublik Deutschland als Residenz ihres Botschafters diente. Im Herbst 1989 wurde es zu einem Schauplatz deutscher Geschichte. Tausende von DDR-Bürgern hatten dort Zuflucht gesucht und gefunden, der weitläufige Park verwandelte sich in ein einziges Flüchtlingslager. Davon berichtet dieses Buch in bewegenden Bildern. Die Sorgen stehen den Flüchtlingen ins Gesicht geschrieben, während sie vor der Botschaft auf Einlass warten. Junge Leute mit ihren Kindern zumeist. Die Prager Innenstadt ist von den Autos der Flüchtenden verstopft, so mancher Kinderwagen bleibt an der Moldau zurück. Die Sicherheitskräfte der CSSR wirken ratlos. Die Flüchtlinge lassen sich von den Absperrgittern nicht zurückhalten, im Gegenteil: Die Gitter werden zu Kletterhilfen. Die Lage spitzt sich mehr und mehr zu, da geschieht das Wunder! Am Abend des 29. September verkündet Außenminister Genscher, die Ausreise der Flüchtlinge in die Bundesrepublik sei möglich geworden. Die DDR hat Busse zur Verfügung gestellt, die sie zum Bahnhof bringen. Von dort aus geht es in Sonderzügen der Deutschen Reichsbahn über das Gebiet der gerade noch existierenden DDR in die Freiheit. Die erste Bresche in das sozialistische Maurersystem ist geschlagen, der Staatsbankrott des DDR-Zwangsstaates hat begonnen. Es ist das Verdienst des Bandes, diese Phase der jüngsten deutschen Geschichte eindrucksvoll zu dokumentieren. Interessante Informationen zur Geschichte des Palais, auch zur Geschichte seiner Besitzer runden die Darstellung ab. Sie sei allen Büchereien zur Einstellung dringend empfohlen. Otfried Preußler in "Die Neue Bücherei", Mai 2001
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