|
|
|
Schlecker geht uns auf den Wecker
In ihrer Ausgabe 44 vom Sommer 2011 stellt die Deutsche Sprachwelt die Drogeriekette „Schlecker“ für ihren dümmlichen Werbespruch „For you. Vor Ort“ in die Sprachsünderecke: „schmutzigstes 90er-Jahre-Denglisch, versalzen mit Bergarbeiterdeutsch“.
Die BILD-Zeitung, bekannt für manch deftige Schlagzeile, kürte dagegen den deutschen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer zum „deutschen Sprachwahrer 2010“, für dessen Bemühungen denglisches Kauderwelsch aus seinem Einflußbereich zu verbannen. Aufschriften wie „Service Points“ oder „Call a Bike“ werden seitdem zwischen Rhein und Elbe durch deutsche Entsprechungen ersetzt. Man darf gespannt sein, ob auch in Österreich Shuttle-Busse wieder zu Pendelbussen oder Zubringern werden und Tickets zu schlichten Fahrkarten.
In seiner Linie bestätigt sieht sich der traditionell in mehreren Sprachen publizierende Vitalis-Verlag, der sich seit Jahren gegen denglische Sprachverschmutzung („Kids und Teens“), modisches Neusprech („4you“), ideologisch motivierte Ortographie („LeserInnen“) und pseudoprogressive Kleinschreibung wendet.
|
 |
|
Förderung der englischen Sprache mit deutschen Steuergeldern
Berlin (gh) - Grotesk, aber wahr: Während für die Förderung des Deutsch-Unterrichts im Ausland Geld fehlt, finanziert die deutsche Bundesregierung englischsprachige Aktionen und Englisch-Unterricht weltweit. So werden beispielsweise vom Entwicklungshilfeministerium im Rahmen des Projektes "weltwärts" für viel Geld deutsche Jugendliche nach Thailand geschickt, um dort Englisch zu unterrichten. Außerdem wurde bekannt, dass vom Goethe-Institut, welches eigentlich die Förderung der deutschen Sprache als Aufgabe hat, immer mehr englischsprachige Projekte mit deutschen Steuergeldern veranstaltet werden. Dazu gehören zum Beispiel "createurope: THE FASHION DESIGN AWARD" oder "Euro-Mediterranean Academy for Young Journalists (EMAJ)".
Dieser Beitrag wurde übernommen vom IMH-Artikeldienst fuer deutschsprachige Auslandsmedien.
|
 |
|
Wieder Vitalis-Bücher im Goldenen Gäßchen
Seit über einem Jahr ist das berühmte Goldene Gässchen auf der Prager Burg nun schon wegen Renovierungsarbeiten geschlossen, doch die Vorbereitungen für die Wiedereröffnung sind bereits in vollem Gange: Unter großem Interesse der Öffentlichkeit wurden die bunten Häuschen erneut zur Vermietung ausgeschrieben, landesweit berichteten die Medien über das laufende Verfahren. Nun ist die Entscheidung gefallen: Unter zahlreichen Bewerbern aus dem In- und Ausland konnte sich der Vitalis Verlag durchsetzen und erhielt wieder den Zuschlag für das Häuschen mit der Nummer 22, in das sich einst Franz Kafka zum Schreiben zurückzog.
Wir freuen uns sehr, Sie ab dem 1. Juni 2011 wieder in unserer Buchhandlung im Kafka-Häuschen begrüßen zu dürfen!
|
 |
|
Der böhmisch-deutsche Autor Heinrich Pleticha ist tot
Mit Trauer geben wir bekannt, dass unser geschätzter Autor, Herausgeber und Freund des Prager Deutschen Verlages Vitalis, Professor Heinrich Pleticha, am 14. Oktober 2010 in Würzburg gestorben ist. Heinrich Pleticha wurde am 9. September 1924 in Warnsdorf in Nordböhmen geboren; nach dem Studium der Geschichte, Germanistik und Geographie trat Heinrich Pleticha in den Schuldienst, 1986 wurde er zum Honorarprofessor an der Universität Würzburg ernannt. Pleticha, einer der engsten Freunde Otfried Preußlers, wurde mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet und ist Träger des Bayerischen Verdienstordens sowie des Verdienstkreuzes 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland. Sein Werk umfasst zahlreiche Werke für Kinder, landeskundliche Werke und Werke zur deutschen Geschichte.
Mit Heinrich Pleticha verlieren wir nicht nur einen liebenswürdigen, kultivierten und feinsinnigen Freund, sondern auch einen intimen Kenner deutschböhmischer Kultur.
|
 |
|
Autor Gerhard Janaczek tot
Mit Trauer geben wir bekannt, daß unser geehrter und lieber Autor, Herr Dkfm Gerhard Janaczek am 6. August 2010 den Folgen einer schweren Herzoperation erlegen ist. Herr Janaczek war Träger hoher Auszeichnungen, so etwa des Verdienstkreuzes I. Klasse des Verdienstordens der BRD, des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich oder des Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich. Im Verlag Vitalis veröffentlichte Janaczek ein wichtiges Fachbuch über die Militärischen Erziehungs- und Bildungsanstalten der k.u.k. Monarchie.
Wir haben mit Herrn Janaczek einen liebenswerten, geistreichen, kultivierten und humorvollen Autor verloren,einen echten Altösterreicher im besten Sinne. Verlagsleitung und -mitarbeiter werden den geschätzten Autor vermissen und in guter Erinnerung behalten.
|
 |
|
Wenn Literatur die Polizei auf den Plan ruft
Herma Kennels Buch "BergersDorf" ist derzeit in aller Munde: Die tschechische Polizei hat Untersuchungen im Zusammenhang mit einem 1945 verübten Massaker an Sudetendeutschen eingeleitet, das Herma Kennel in ihrem Tatsachenroman beschrieben hat. Chefermittler Michal Laška bestätigte laut FAZ, dass er sich unter anderem auf den 2003 bei Vitalis erschienenen Roman "BergersDorf" stütze, der auch die Vorgänge in dem Ort Dobrenz bei Iglau erörtere und die Täter mit Namen nenne. Einer der mutmaßlichen Mörder sei noch am Leben. Mittlerweile wurden aus einem Massengrab die sterblichen Überreste mehrerer Personen exhumiert. Weitere Ermittlungsergebnisse werden erwartet.
|
 |
|
Franz Kafka und Prag auf Erfolgskurs
Da das Standardwerk seit geraumer Zeit ausverkauft ist, bereitet der Verlag Vitalis derzeit eine 7. erweiterte und überarbeitete Neuausgabe der Monographie "Franz Kafka und Prag" in deutscher Sprache vor. Das Werk wurde bisher ins Englische, Französische, Spanische, Italienische und Russische übersetzt und zählt mit weit über 100.000 verkauften Exemplaren zu den erfolgreichsten Titeln des Verlages.Derzeit wird in Rio de Janeiro die erste brasilianische Lizenzausgabe vorbereitet.
|
 |
|
Neue Anschrift unseres Verlags
Vitalis hat eine neue Adresse! Bitte schreiben Sie an:
Vitalis s.r.o.
Ke Klimentce 43
15000 Praha 5
Telefonnummern, Fax- und E-Mail-Verbindungen blieben unverändert.
Wir freuen uns auf Ihre Post!
|
 |
|
Prager Nachrichten: Freude bei der Lektüre von
Wieder ein neues Kafka-Buch, denkt der Leser. Es ist aber ganz anders, als wir es erwarten. Hier hat ein wirklicher Kenner den Dichter durch seine Vaterstadt begleitet. Neben den Texten, die Biographisches und viel aus der Zeitgeschichte enthalten, sind auch viele Bilder aus Kafkas Umfeld aufgenommen. Bei der Lektüre geht man beinahe an der Hand des Dichters durch das Prag, wie es viele Ältere noch kennen.
Wir lernen die Anfänge der Familie Kafka in Prag kennen, das Geburtshaus und die späteren Wohnungen, die Volksschule am Fleischmarkt, das Staatsgymnasium am Altstädter Ring, die Universität, die Lese- und Redehalle der deutschen Studenten, Cafés, Salons, Gaststätten, das Landeszivilgericht am Obstmarkt, die Arbeiter-Unfallversicherung und viele andere auf Kafka und seine Freunde bezügliche Lokalitäten. Vieles könnte man anführen, um die Freude, die der Leser bei der Lektüre empfindet, auszudrücken. Seit den Veröffentlichungen von Hartmut Binder hat man keine solchen intimen Kenntnisse über Kafka gewinnen können.
|
 |
|
Sudetendeutschen Zeitung bespricht die 6. Ausgabe des Vitalis-Titels
Das bisher umfangreichste Werk zum Thema Franz Kafka und seiner Heimatstadt Prag wurde jetzt in einer neuen Ausgabe auf den neuesten Stand der Kafka-Forschung gebracht und zudem um interessante Kapitel erweitert. Der Prager Verleger Harald Salfellner widmet sich in „Franz Kafka und Prag“ den vielfältigen Aspekten, in denen die Umgebung Kafkas Leben und Werk beeinflußte.
Das Buch bietet zunächst eine Einführung in die historische und politische Lage Prags, als Franz Kafka dort am 3. Juli 1883 das Licht der Welt erblickte. Hier erfährt der Leser schon wichtige Fakten zur Situation der Deutschen und Juden in der Zeit vor und nach der Jahrhundertwende, als diese in der Moldaumetropole eine Minderheit darstellten. Ein biographischer Überblick über Kafkas Lebensdaten liefert zusätzlich einen Orientierungsrahmen und faßt seine wichtigsten Stationen zusammen.
Im Hauptteil des Buches steht Kafkas „Prager Itinerarium“ im Mittelpunkt: Wo lebte die Familie Kafka, wo ging der kleine Franz zur Schule, welche Kaffeehäuser besuchte der junge Jura-Student, wo traf er sich mit Freunden zum literarischen Austausch? Diese sechste Auflage jedoch geht noch weit darüber hinaus. Hier werden die historischen Hintergründe von Kafkas Prag beleuchtet, man begleitet den jungen Schriftsteller auf seinen Spaziergängen durch die Parkanlagen und sucht die Spuren, die die Stadt in Kafkas Werk hinterlassen hat. Dieses Itinerarium ist wie ein großer Führer durch die Stadt Prag aufgemacht, mit großartigen zeitgenössischen Photographien, ausführlichen Erläuterungen und umfangreichen Hinweisen auf Kafkas Werk. Jeden der Schauplätze kann der Prag-Reisende auch leicht anhand eines korrespondierenden Stadtplans im umfangreichen Anhang finden. Beim Schmökern folgt man so Kafkas Werdegang und Lebensreise: Von seinem Geburtshaus am Altstädter Ring, der ehemaligen Prälatur von Sankt Niklas, geht es beispielsweise zur Deutschen Knabenvolksschule am Fleischmarkt und zum k. u. k. Staatsgymnasium am Altstädter Ring. Die profunde Recherche von Autor Salfellner zeigt sich beispielsweise hier, wo er detailliert den Einfluß der dortigen Lehrer, wie des Deutschlehrers Karl Richter in der vierten und fünften Klasse, auf Kafkas Bildung beschreibt. Weiter geht es zur Prager Universität, an der Kafka Jura studierte, zum Landeszivilgericht am Obstmarkt, zur Assicurazioni Generali am Wenzelsplatz und zur Arbeiter-Unfall-Versicherungsanstalt, wo Kafka seinen ungeliebten Büro-Jobs nachging.
Auch Kafkas Freizeit-Aktivitäten in Prag kommen nicht zu kurz: Im Ortsregister finden sich allein dreizehn Kaffeehäuser, vom „Café Arco“ bis zum „Trocadero“, mehrere Theater, vom Deutschen Landestheater bis zur Staatsoper, und auch mehrere Schwimmanstalten und -schulen an der Moldau.
Verwoben mit Kafkas Leben in Prag sind seine Dichterfreunde von Max Brod bis Franz Werfel und seine Werke, wie die Erzählungen, die im Goldenen Gäßchen Nummer 22 entstanden und in dem Sammelband „Ein Landarzt“ erschienen sind. Neben diesem kleinen Kafka-Haus werden auch die anderen Wohnsitze Kafkas in Prag vorgestellt, bis hin zum Palais Schönborn auf der Kleinseite, wo Kafka 1917 einen Blutsturz erleidet – erstes Anzeichen seiner tödlichen Lungentuberkulose. Und so sind die letzten Stationen in Kafkas Prag-Itinerarium auch der Neue Jüdische Friedhof, wo er begraben liegt, und das Kafka-Denkmal von Jaroslav Róna, das erst vor fünf Jahren für ihn in der Prager Altstadt zwischen der Heiliggeistkirche und der Spanischen Synagoge, am Eingang der ehemaligen Judenstadt, errichtet wurde.
Aber Kafka war nicht nur ein Prager. Wie Autor Salfellner beschreibt, unternahm der Dichter Reisen nach Wien und Berlin, München und Paris, Venedig und Zürich, in den Harz und in die Hohe Tatra, nach Meran und Weimar, aber eben auch kreuz und quer durch seine böhmische Heimat. Und so wird hier im Schlußkapitel „Kafkas liebes Böhmen“ erstmals systematisch nachgezeichnet, welche Orte im böhmischen Umland Kafka im Laufe seines Lebens besuchte. Da gibt es interessante Impressionen von Dienstreisen nach Pilsen oder Erinnerungen an die Glasmacherstadt Gablonz, die „Gartenstadt“ Warnsdorf, die Industriestadt Kratzau oder die Bischofsstadt Leitmeritz. Man begleitet Kafka nach Aussig, Friedland, Rumburg im Niederland oder Bodenbach an der Elbe. Kafka notiert: „Hotelzimmer habe ich gerne, im Hotelzimmer bin ich gleich zu Hause, mehr als zu Hause, wirklich.“ Viele der Reisen dienen auch Heilaufenthalten, wie in Marienbad und Spindlermühle im Riesengebirge und zuletzt in Kierling bei Klosterneuburg in Niederösterreich, wo Kafka am 3. Juli 1924 stirbt.
Das reich bebilderte Buch von Harald Salfellner ist eine Fundgrube für Kafka-, Prag- und Böhmen-Freunde.
Susanne Habel
|
 |
|
NZZ lobt Herma Kennels
In einer jüngst erschienen Rezension hat die Neue Züricher Zeitung Herma Kennels neues Buch vorgestellt:
Die Debatten darüber, wie die Geschichte des Nationalsozialismus in fiktionaler Form aufbereitet werden kann, zeigen die Komplexität eines Sujets. Wer nicht als Zeitzeuge zu berichten hat, steht leicht im Geruch, die Abgründe erzählerisch zu überhöhen. Dass es dennoch Romane gibt, die für die Zeit bis 1945 einen ästhetisch höchst passablen Weg finden, beweist ein Buch der deutschen Politikwissenschafterin Herma Kennel . «Die Welt im Frühling verlassen» erzählt von einer tschechischen Widerstandsgruppe des Jahres 1944, die im Protektorat Böhmen und Mähren gegen eine übermächtige SS und gegen die Staatspolizei kämpft. Das Buch ist das Ergebnis intensiver Recherchen in tschechischen und deutschen Archiven. Gespräche mit noch lebenden
Beteiligten haben dieses Material ergänzt.
Es ist eine Geschichte der Geschichte, aber keine Episode. Das Ende des versuchten Aufbegehrens ist tragisch. Ins Visier der Gestapo gerät die schlecht ausgerüstete Truppe von Idealisten. Verzweifelt ist der Kampf der Partisanen, den Herma Kennel in einer lapidaren Sprache schildert. Topografisch und historisch bis ins Detail genau, hebt sich die Erzählung weit ab von dem, was ein «Roman» gemeinhin ist. «Die Welt im Frühling verlassen» ist ein unsentimentales, eindringliches Dokument.
|
 |
|
Herold in Oberhaching/München neue Vitalis-Auslieferung!
Wir freuen uns allen Branchenkollegen und -kolleginnen mitteilen zu dürfen, daß die Herold Auslieferung & Service GmbH in Bayern ab Jahresbeginn 2008 die Auslieferung unserer Bücher auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland sowie der Schweiz übernimmt:
Herold, Auslieferung & Service GmbH
Raiffeisenallee 10
D-82041 Oberhaching
Tel: 089-613871-0
Fax: 089-613871-20
herold@herold-va.de
Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit dem neuen Logistikpartner Herold!
|
 |
|
Sachbuch: Besondere Empfehlung des Monats November 2007
Als „Besondere Empfehlung“ unter den Sachbüchern des Monats November 2007 wird Hartmut Binders „Mit Kafka in den Süden“ gelistet in der renommierten Hitliste der Süddeutschen Zeitung/NDR Kultur/Buchjournal. Wir gratulieren dem Autor zu dem verdienten Erfolg!
|
 |
|
Deutschlandradio: Der Dichter der Düsternis drängt zum Licht
Hartmut Binder ist einer jener Literaturwissenschaftler, die jedes Detail an ihren Gegenständen interessiert, jede kleinste Alltagsbegebenheit im Leben des Autors, um den es ihnen geht. Bei Binder ist dies seit jeher Franz Kafka, sein "Kafka-Handbuch" von 1979 ist immer noch ein Standardwerk.
Das großformatige, voluminöse und reich bebilderte Buch, das er jetzt herausbringt, geht jedoch über die wissenschaftliche Akribie noch weit hinaus: es ist vor allem sinnlich überwältigend. Binder widmet sich ausgiebig einem scheinbar entlegenen Kapitel der Kafka-Biographie: seinen frühen Reisen in die Schweiz und an die oberitalienischen Seen.
Man bringt Kafka, den düsteren, kargen, enigmatischen Dichter aus Prag, normalerweise kaum mit dem Süden in Verbindung - dies ist eine erste Irritation, die lange anhält und von Binders Materialien immer neu geschürt wird. Doch auch bei ihm gab es, in bewährter deutscher Sehnsuchts- und Dichtertradition, einen Drang nach Süden.
Die Reiseaufzeichnungen Kafkas werden in der großen Kritischen Kafka-Ausgabe des S. Fischer-Verlages eher am Rande behandelt, deswegen ist Binders Band durchaus ein eigenständiger Beitrag zur Kafka-Forschung mit neuen Materialien, vor allem bisher unbekannten Texten Max Brods, der Kafka zweimal in den Süden begleitete. Aber es ist vor allem eine Reise in die Kulturgeschichte, mit vielen anschaulichen Bildern und zeitgenössischen Quellen und Dokumenten.
Kafka hielt sich 1909 in Riva am Gardasee auf, ein geheimnisvoller Urlaub, weil es dabei auch um eine Frauengeschichte geht, von der man kaum etwas weiß. Er besuchte während dieses Aufenthalts aber auch die Flugwoche in Brescia, die zu einem Essay mit dem Titel "Die Aeroplane in Brescia" führte. Binder zeichnet minuziös nach, was während Kafkas Anwesenheit auf dem Flugfeld geschah.
Besonders beeindruckend sind aber die Dokumente, die er zu Kafkas Reise im Jahr 1911 versammelt: über München, Zürich, Luzern, Lugano, Mailand, Stresa, dem Vierwaldstätter See und der Rigi. Binder rekonstruiert die Reiserouten, beschreibt die Fahrpläne und trägt vor allem viele farbige Ansichtskarten und anderes authentisches Bildmaterial zusammen. Die Bildsequenzen sind chronologisch angelegt und zeichnen dadurch die Ferienerfahrungen Kafkas nach.
Aber auch für sein literarisches Werk sind diese Reisen bedeutsam: man liest den Roman "Der Verschollene" und den Erzählkomplex um den "Jäger Gracchus" nach der Lektüre und dem Betrachten dieses Buches mit ganz neuen Augen.
Erstaunlich ist übrigens auch, dass dieser Prachtband im deutschsprachigen Verlag Vitalis in Prag erschienen ist - er hat die Prager deutschsprachige Literatur als Schwerpunkt, ist an eine Buchhandlung angeschlossen und war vor fünf Jahren angesichts einer Flutkatastrophe an der Moldau fast vernichtet.
Rezensiert von Helmut Böttiger
|
 |
|
NZZ rezensiert: Kafkas Reisen in den Süden
Auch Franz Kafka war ein Tourist. Die Geschwindigkeit des «Blitzzuges», der ihn an imposanten Berglandschaften vorbeiträgt, hat den Dichter aus Prag nicht minder begeistert als das sonnenbeschienene Ufer des Gardasees oder das Kasino von Luzern. Nur im Mailänder Edelbordell muss Kafka passen. «Wir rührten kein Mädchen an», notiert der mitreisende Max Brod 1911 in sein Reisetagebuch. «Mit Kafka in den Süden» nennt Hartmut Binder, der ausgewiesene Kenner eines schriftstellerischen Kosmos, ein in jeder Hinsicht opulentes Buch. Eine Reise nach Paris scheitert frühzeitig wegen einer Furunkulose, aber an den Gardasee oder, quer durch die Schweiz, mit Bahn und Schiff nach Italien reist Kafka mit Max Brod. Die Flugschau in Brescia ist 1909 ein gesellschaftliches und technisches Grossereignis, aus dem der Prager Schriftsteller später einen Essay macht und Hartmut Binder ein akribisch recherchiertes Kapitel seines Buches. Mitunter auf die Minute genau rekonstruiert Binder die Reisen Kafkas, lässt sie als einen Rausch der Freuden und Enttäuschungen lebendig werden. Fotografien, Postkarten und Zeichnungen ergeben ein auratisches Bild von Kafkas touristischen Unternehmungen. Ob es eine Liste der «Passantenpreise» des Hotels Sternen in Flüelen ist, das für ein Zimmer mit Licht und Bedienung zwei Franken verlangt, Kafkas Skizze des Kasinotisches in Luzern oder das surreal kolorierte Panorama des Vierwaldstättersees mit den Bergen dahinter – Binder hat das Material einer Reisebiografie zusammengetragen, in der die Welt eine Fremde der allerschönsten Eigenarten ist. Ob in München, Zürich oder Mailand: Kafka bleibt Kafka.
|
 |
|
Reiz eines stereoskopischen Blicks: Kafka-Biograph Reiner Stach rezensiert „Mit Kafka in den Süden“ von Hartmut Binder.
Reiner Stach, der selbst mit seiner international diskutierten Biographie über Franz Kafka der Kafka-Forschung neue Impulse zu geben vermochte, zollt dem neuesten Projekt Hartmut Binders die volle Anerkennung.
In seiner Rezension in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift „Literaturen“ betont Stach die Notwendigkeit, Kafka einmal unabhängig von der Kulisse des alten Prag betrachten zu können. Es hat auch einen Kafka im Speisewagen, im Spielsaal, im italienischen Grandhotel, im Büro von Thomas Cook gegeben, und nicht zuletzt sind es äußere Gründe gewesen, die Kafka an seine Heimatstadt banden: der Erste Weltkrieg, die Tuberkulose.
Solange Kafka aber freie Wahl gehabt hat, ist er geradezu begierig gewesen, sich auf fremde Länder einzulassen, Reisen, die nun Hartmut Binder in „Mit Kafka in den Süden. Eine historische Bilderreise in die Schweiz und zu den oberitalienischen Seen“ rekonstruiert hat. Stach lobt daran zum einen den mikroskopischen Blick des Philologen, der sich hier einmal mehr bewährt: mit „der Präzision kriminalistischer Tatprotokolle“ werden die Reisen Schritt für Schritt nachvollzogen. Zum anderen aber die „opulente Fülle von historischem Bildmaterial“, die die sinnliche Intensität der Reisen veranschaulicht, welche sich schriftlich anhand der Reisenotizen Kafkas und Brods belegen läßt. Aus der teilnehmenden und originellen Perspektive, aus der Kafka wie Brod die Fremde betrachteten, nahmen sie keineswegs bloß ihre Sehenswürdigkeiten wahr, sondern vielmehr ihre Bewohner, deren Verhalten und Gewohnheiten. Der Vergleich der Reisetagebücher beider ergibt dabei den „Reiz eines stereoskopischen Blicks“, den Hartmut Binder einzufangen und anhand der insgesamt mehr als 470 Abbildungen hervorzuheben weiß.
|
 |
|
NZZ zu Binders Mit Kafka in den Süden: Ein Augenschmaus und Lesegenuß.
"Der Prager Versicherungsbeamte Frank Kafka war kein Stubenhocker, er reiste oft und gern - wie Hartmut Binder in einem opulenten Bildband anhand der Fahrten in die Schweiz und nach Italien vor Augen führt. Für seine akribischen Rekonstruktionen wertet Binder nicht nur unbekannte Aufzeichnungen von Max Brod aus, er benützt als Quelle auch seltene alte Postkarten. Ein Augenschmaus und Lesegenuß."
|
 |
|
Prager Literaturkalender Franz Kafka 2007 ausverkauft.
Rechtzeitig zum Jahresschluß ist der Vitalis-Literaturkalender Franz Kafka 2007 - ausverkauft. Der Literaturkalender erschien in einer deutschen und einer englischen Ausgabe, nur von der englischen Mutation sind noch Reststücke lieferbar.
Mit dem Literaturkalender hat Vitalis auf Anhieb einen erstaunlichen Publikumserfolg gelandet und Interesse nicht nur in der Tschechischen Republik, Österreich und Deutschland gefunden, sondern etwa auch in Rumänien, den USA und anderen außereuropäischen Ländern.
Der Literaturkalender für das Jahr 2008 (über Rainer Maria Rilke) steht kurz vor seiner Fertigstellung und wird ab etwa März 2007 ausgeliefert.
|
 |
|
Rezension lobt
In einer Rezension der "Buchprofile. Medienempfehlungen für die Büchereiarbeit" erschien kürzlich folgende Besprechung zu unseren "Tschechischen Märchen":
Die neun Volksmärchen der tschechischen Märchensammler Božena Němcová und Karel Jaromír Erben haben nichts an Strahl- und Aussagekraft eingebüßt. Einmalig ist das besondere Flair der Geschichten: Sie sind eine bunte Mischung aus europäischen, slawischen und orientalischen Elementen. Jede der bezaubernden Erzählungen entführt in eine ruhige, von Bräuchen und Aberglauben beherrschte alte Zeit und bietet so eine Zuflucht aus der Hektik unserer Tage. Optisch sehr schön auf großen, lesefreundlichen Seiten dargestellt. Den Illustrationen der tschechischen Künstlerin L. Müllerová wird gebührender Platz, manchmal eine ganze Doppelseite eingeräumt. Die in warmen, leuchtenden Farben im Stil der naiven Malerei gehaltenen Illustrationen ergänzen den Charakter der Märchen ganz wunderbar. Ideal zum Vorlesen für jüngere Kinder und zum Wiederlesen für Erwachsene. Auch für Krankenhausbüchereien empfehlenswert, da Märchen wie diese immer auch eine trostspendende Wirkung haben.
|
 |
|
Neuer Prag-Reiseführer erhält Lob aus München
In Ihrer Ausgabe vom 4. August 2006 empfiehlt die Sudetendeutsche Zeitung in München den Reiseführer "Prag" des Vitalis Verlages. "Fachwissen für Flaneure" heißt es da, und: "Umfassend und unterhaltsam informiert der Führer den deutschen Prag-Besucher. Das gilt für die Vorbereitung, für den Besuch und für die - hoffentlich genußvolle Nachlese."
Der preisgünstige Vitalis-Reiseführer bewährt sich bereits in dritter Ausgabe auf dem deutschsprachigen Buchmarkt und wurde bisher auch ins Englische, Französische, Italienische und Spanische übersetzt.
|
 |
|
Bonner Buchprofile empfiehlt Bibliotheken Hašeks
Die Rezensentin Beate Mainka befindet über "Verhaltensregeln für Prager Jungfrauen" von Jaroslav Hašek: "Dieses schmale, mit herrlich altmodisch anmutenden Illustrationen versehene Bändchen des Tschechen Jaroslav Hašek (1883-1923), dem Erfinder des Soldaten Schwejk, vereinigt einige gelungene Satiren auf die versunkene österreichische Monarchie. So schaut Hašek zwei illustren Damen der Gesellschaft aufs vornehme Maul. Die Dienstbotin Jultscha ist Gegenstand des Gesprächs, eine wahre Perle, die man aber leider schlafend auf dem Sofa vorfindet. Die anschließende Auseinandersetzung eskaliert, als Jultscha sich damit entschuldigt, des Nachts nicht genügend Schlaf zu finden, ist sie doch dem Herrn und den Söhnen des Hauses zu Diensten. Wie Hašek diese unendlich peinliche Situation zur Zufriedenheit aller auflöst, zeugt neben seiner geschliffenen Sprache von seiner genialen satirischen Begabung. Seine Verhaltensregeln für Prager Jungfrauen sind auch heute noch erstaunlich gut anwendbar. Gerne empfohlen." (Übers.: Felix Seebauer)
|
 |
|
Erfolg von Kennels BergersDorf ungebrochen: Lesungen in Berlin
Drei Termine für Literaturfreunde:
Am Donnerstag, den 23. November 2006, 19.00 Uhr liest Herma Kennel aus "BergersDorf" in der Bücher-Galerie, 10627 Berlin, Sesenheimerstraße 17 (U-Bahnhof Deutsche Oper). Eintritt 7 Euro. Nach der Lesung bittet der Vernastalter zu einem Glas Wein.
Am Sonntag, den 26. November 2006, um 17.00 Uhr liest Frau Kennel im "Salon Berlin Geflüster" in der Koenigsalle 72, 14193 Berlin-Grunewald. Eintritt 15 Euro. Für die musikalische Umrahmung sorgt der Gitarrist Viktor Skala. Nach der Lesung bittet der Veranstalter zu einem Glas Wein.
Am 28. Februar 2007, um 18.00 Uhr, liest Herma Kennel auf Einladung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in der Berliner Humboldt-Universität, Unter den Linden. Beachten Sie dazu bitte die aktuellen Meldungen unter www.vitalis-verlag.com.
|
 |
|
Termine für Wiener Jazzfreunde
Jazzfreunde bitte vormerken: "That Jazz of Praha", das aktuelle Vitalis-Buch mit vierzehn Prager Jazz-Porträts in Wort und Bild, wird am 1. Dezember 2006, um 19.00 Uhr, im Tschechischen Zentrum (Herrengasse 17, 1010 Wien) vorgestellt.
|
 |
|
Jazz-Buch findet Anklang
Im Juni 2006 erschien in der renommierten deutschen Fachzeitschrift Jazz Podium eine ausfühliche Rezension des Vitalis-Titels „That Jazz Of Praha“, geschrieben von der Jazz-Expertin Ingeborg Drews. Darin heißt es:
„Das Prager Jazz-Buch ist ein schönes Ergebnis sorgfältiger Arbeit und es hat bestechenden Charme. [...] Dieses hier vorgestellte Werk ist im Großen wie im Kleinen geschmackvoll, was das Design schon bei der Aufteilung im Einband verrät. Keine laute Schrift, nichts Plakatives. Das Buch ist eher im guten Sinne klassisch. [...] Also was Fotos, Literatur und Design betrifft: Der Vitalis-Verlag hat hier etwas Vorzügliches herausgebracht.“
|
 |
|
„Prager Nachrichten“: Vitalis-Reiseführer bereitet „viel Freude“
Zu dem Titel „Prag. Ein Reiseführer durch die Goldene Stadt“ erschien kürzlich in den „Prager Nachrichten“ folgende Rezension:
„Unter den zahlreichen Prag-Reiseführern, die derzeit auf den Markt geworfen werden, zeichnet sich dieser in vielen Gesichtspunkten aus. [...] Kommt der Reisende nach Prag, so öffnet sich ihm eine neue Welt, die er sich selbst erschließen muss. Man erwartet von einem Reiseführer, daß dieser ihm dabei hilfreich zur Seite steht. Und das tut diese sympathische Neuerscheinung. Neben einer Einführung in die Landesgeschichte werden viele Hilfen angeboten, die den Prag-Besucher in die Lage versetzen, sich kurz über alles Wichtige zu informieren. [...]
Auf einem Gang durch die Stadt lernen wir die einzelnen Teile kennen: die Burgstadt, Kleinseite, Karlsbrücke, Altstadt, Judenstadt, Neustadt und die Außenbezirke. Den Schluß des Führers bildet ein kurzer Sprachführer und ein Service-Teil mit der Angabe von Behörden, Hotels, Sportmöglichkeiten, Cafés und anderen Lokalen, ferner Galerien und Museen. Auch wer nicht zu den Prag-Reisenden gehört, der kann mit diesem Führer viel Freude erleben, indem er vieles Vergangene auffrischt und auch manches Neue erfährt.“
|
 |
|
That Jazz of Praha
Jazzfreunde bitte vormerken:
In der Prager Schweizer Botschaft findet am 16. März 2006 die Taufe des Text-Bild-Bandes „That Jazz of Praha“ der Schweizer Autorengruppe Alexander J. Schneller, Ada Schneller, Christian Gerber und Danilo Silvestri statt. Zu den Botschaftsgästen wird insbesondere auch die Cr?me der Prager Jazzszene gehören, die nun erstmals in einer eigenen Publikation ausführlich portraitiert ist.
In der Vario-Bar in der Schweizer „Jazzmetropole“ Olten wird dann am Samstag, dem 25. März 2006, um 19.00 Uhr das Buch „That Jazz of Praha“ auch dem Schweizer Jazzpublikum vorgestellt. Das František Kop Quartet wird dazu eine gehörige Dosis Prager Jazz servieren.
In Prag existiert eine faszinierende und grossartige Jazzszene. Es gibt auch eine ansehnliche Zahl von Jazzklubs, die allabendlich ein Programm anbieten. In kaum einer anderen europäischen Stadt, ja, nicht einmal in den USA, gibt es etwas Vergleichbares.
Vor zwei Jahren startete der frühere Präsident des Jazzvereins Olten, Alexander Schneller, der mit seiner Ehefrau Ada vor 7 Jahren nach Prag auswanderte, ein Buchprojekt über die Prager Jazzszene. Mit dem ergänzten Autorenteam Ada Schneller (Interviews), Christian Gerber (Fotografie) und Danilo Silvestri (Gestaltung) entstand das Buch „That Jazz of Praha“, ein Buch, in dem Werdegang, Leben, Ansichten und Perspektiven von vierzehn Prager Jazzmusikerinnen und Jazzmusikern in Wort und Bild veranschaulicht werden. Das Buch (erschienen im Vitalis Verlag Prag, ISBN 3-89919-097-1) will Einblicke und Augenblicke schaffen: Einblicke in unterschiedliche Musikerleben und die Prager Jazzszene vermitteln, Augenblicke im wahrsten Sinn des Wortes durch die Fotografien ermöglichen.
Begleitend zur Buchvernissage findet am gleichen Ort die Eröffnung der Fotoausstellung „39 Jahre Jazzfotografie“ von Christian Gerber statt.
Mit 23 Jahren traf Christian Gerber 1967 am bekannten Newport Jazzfestival in den USA zum erstenmal als Fotograf auf die ganz Grossen der Internationalen Jazzszene. Dizzy Gillespie, James Moody, Lionel Hampton, Red Norvo, Milt Jackson, Booker Ervin, Roland Kirk und viele andere konnte er damals auf Film aufzeichnen. Das Erlebnis hat ihn förmlich in den Bann gezogen. Seither besucht er jährlich Jazzfestivals in den USA und in Europa und hat unzählige Jazzgrössen mit der Kamera festgehalten.
Das Konzert des Frantisek Kop Quartets aus Prag findet am gleichen Abend ebenfalls in der Vario Bar in Olten um 20.30h statt.
Frantisek Kop (*1959) lässt auf dem Tenor- und Sopransaxofon mit ganz besonderen, einfühlsamen, aber auch eruptiven Tönen die Geschichte des modernen Jazz aufleben. Er spielt vor allem eigene Kompositionen, scheut sich aber nicht, Jazzkoryphäen wie John Coltrane, Thelonius Monk oder Wayne Shorter zu interpretieren.
Begleitet wird Kop von kongenialen Musikern. Petr Malasek (*1964), ein herausragender Pianist, ist gefühlvoller Begleiter und fulminanter Solist gleichermassen. Der Bassgitarrist Martin Lehky (*1973), an den Oltner Jazztagen 2002 mit Milan Svoboda und Jiri Stivin unvergessen, legt die nötige rhythmische Basis und der Schlagzeuger Pavel "Buddy" Zboril ergänzt die Band perfekt.
|
 |
|
Das führende österreichische Rezensionsmagazin lobt Vitalis-Titel
Unter dem Titel "Prag und Wien: Reisen zwischen Triumph und Intrige" erschien in der Januar Ausgabe der österreichischen Bibliotheksnachrichten eine aktuelle Rezension:
Im Jahr 1767 reist Leopold Mozart mit seinen Wunderkindern nach Wien, um bei einer Hochzeit am Kaiserhof vor hohem Publikum Ruhm und Anerkennung zu finden. Als in der Stadt die Pocken ausbrechen und die Braut an dieser Krankheit stirbt, flüchtet Leopold Mozart mit seinen Kindern in das mährische Olmütz, wo sie trotz der mittlerweile ausgebrochenen Erkrankung in der erzbischöflichen Residenz freundlich aufgenommen werden und beide Kinder wieder genesen. Was hier in einem dramatischen Geschehen Ausdruck findet, gewinnt in Bezug auf eine spätere Lebensphase Mozarts geradezu symbolischen Charakter: Böhmen und Mähren erscheinen als heilsamer Boden gegenüber intrigenversumpften Wien.
Harald Salfellner, Leiter des Prager Vitalis-Verlages, hat das Verhältnis von Mozart und Prag sehr eindringlich dargestellt. Er führt historische Quellen und Anekdotisches klug gewichtend und vorsichtig bewertend zusammen und unterlegt diese Ebenen mit zahlreichen politischen, gesellschaftlichen und kulturpolitischen Hintergrundinformationen und zahlreichem Bildermaterial. so dass man sich bei der Lektüre nach und nach in das Prag der Mozartzeit versetzt findet.
In den Jahren 1787 bis 1791 hat Mozart fünfmal Prag besucht. Aus Beschreibungen, Zeitungsausschnitten, biografischen Zeugnissen und Kommentaren entsteht ein plastisches Bild der Ereignisse, und die Leser wissen sich mitgenommen zur begeisterten Uraufführung des Don Giovanni im Gräflich Nostitz’schen Nationaltheater, fahren mit hinaus zur Villa Bertramka, wo sie Mozarts Freunden und vielleicht auch Giacomo Casanova begegnen. Beschwerliche Reisen, feuchte Gasthöfe, durchfeierte Nächte, nächstens eilig fertiggestellte Musikstücke – zwischen all diesen Ereignissen liest man eine Sozial- und Kulturgeschichte Prags mit und wird vom Autor über den sich später verschärfenden Nationalitätenkonflikt unterrichtet. Und dazwischen immer wieder der Wechsel in das heimatliche Wien, das zwar unter Joseph II. einen hervorragenden Nährboden für musikalische Glanzleistungen bietet, Mozarts groβen Durchbruch aber im kulturpolitischen Ränkespiel verhindert.
|
 |
|
Tschechische Stifter-Übersetzung findet Anklang
Der preisgekrönte Vitalistitel Adalbert Stifter: Märchen, Sagen und Legenden ist nicht zuletzt wegen der wunderschönen Illustrationen der Krummauer Malerin Lucie Müllerová auch in der Tschechischen Republik auf große Zustimmung gestoßen. Nun wird dem Übersetzer, Hanuš Karlach, der diesen Titel (u.a.) für Vitalis einfühlsam ins Tschechische übertragen hat, eine verdiente Ehrung zuteil: Das Stiftermärchenbuch (tsch. Pohádky, pověsti a legendy) ist vom tschechischen Übersetzerverband für das begehrte Goldene Band (Zlatá stuha) vorgeschlagen worden. Die offizielle Nominierung findet am 16. März, um 17.00 Uhr im großen Saal des Rathauses von Reichenberg (Liberec) statt.
|
 |
|
Herma Kennel liest in Berlin aus BergersDorf
Bitte merken Sie vor:
Die Robert Bosch Stiftung und das Tschechische Zentrum Berlin laden zur Lesung aus Herma Kennels Roman BergersDorf am Freitag, 10. März 2006, 17.00 Uhr
Ort: Robert Bosch Stiftung, Büro Berlin, Bismarckstraße 71, 10627 Berlin
U-Bahnhof Sophie Charlotte Platz
Als die Deutsche Wehrmacht am 15. März 1939 die Tschechoslowakei besetzt, feiern die meisten Deutschen im Landkreis Iglau, einer deutschen Sprachinsel auf dem Böhmisch-Mährischen Höhenzug, den Einmarsch als Befreiung. Nach einem vereitelten Attentat auf Adolf Hitler kommt es zu Verhaftungen, die Synagoge geht in Flammen auf. Unweit der Kreisstadt, im deutschen Bauernort Bergersdorf, verhaftet die Gestapo den tschechischen Müller. Der Bürgermeister des Dorfes, ein aufrechter Mann, kann sich den Verstrickungen nicht entziehen, zumal der Chef des SS-Hauptamtes, Gottlob Berger, aus Berlin zu Besuch kommt und sein Bergersdorf zu einem SS-Dorf erklärt. Die Szenerie verfinstert sich im Verlauf des Krieges. Im Mai 1945 kommt es schließlich zur Katastrophe.
Der Roman lebt von Tatsachen, nicht von der Suche nach Schuld. Herma Kennel gelingt mit ihrer objektiven Darstellung aus dem nüchternen Blickwinkel einer Außenstehenden ein allgemeingültiges Plädoyer gegen Gewalt und Intoleranz.
Das Buch von Herma Kennel hat in tschechischen wie deutschen Medien eine durchweg positive Resonanz erfahren. Die „Prager Zeitung“ urteilt: „Herma Kennel schildert auf fesselnde Weise, wie einfach Menschen in die politischen Zeitläufe geraten und wie aus Bauernsöhnen passionierte SS-Anhänger werden.“ Der „FOCUS“ schreibt: „Ein hervorragend recherchierter, differenziert betrachtender Dokumentarroman.“ Zur Autorin Näheres unter www.herma-kennel.de
Im Anschluß an die Lesung wird zu einem kleinen Umtrunk geladen. Dabei besteht die Gelegenheit zum Austausch mit der Autorin. Außerdem können Interessierte mit jungen Journalisten aus Tschechien, Polen, Ungarn, Slowenien und der Slowakei ins Gespräch kommen.
Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung wird gebeten unter:
Miriam Gundlach, Robert Bosch Stiftung
Tel. 030/32788-550
Email miriam.gundlach@bosch-stiftung.de
|
 |
|
Österreichisches Volksliedwerk rezensiert
Georg Gimpl, der Herausgeber dieser Neuauflage, ist Lektor für deutsche Sprache und österreichische Literatur an der Universität Helsinki sowie Dozent für Ideen- und Wissenschafsgeschichte an der Universität Oulu/Finnland. Die historische Entwicklung Böhmens im Spannungsfeld der österreichisch-ungarischen Monarchie sowie eines wieder zusammenwachsenden Europa zählt zu seinen Forschungs- und Publikationsschwerpunkten. Gimpl versucht, Sinn und Wertschätzung für das Eigene und das Andere zu vermittlen. Im Verlag Vitalis, dem einzig deutschsprachigen Verlag Prags, fand er einen Partner, der mit ihm das Werk Alfred von Waldaus (1837–1882) nach eineinhalb Jahrhunderten in einer Neuauflage zugänglich macht. Die beiden Bändchen, die 1859 und 1860 ebenfalls unter dem Titel Böhmische Nationaltänze in Prag erschienen sind, erweiterte Gimpl um einen ausfürlichen Kommentar, der für viele Fragen, die bei der Lektüre historischer Studien entstehen, Antworten liefert.
Neben dem Leben Waldaus, akribisch recherchiert und eingebettet in die politische Situation, werden das soziale Umfeld sowie die kulturellen Zusammenhänge anschaulich und fundiert dargestellt und die literarischen wie kulturellen Werke des Autors beleuchtet. Gimpl zählt Waldau zu den bedeutendsten Vertretern der böhmischen Nationalromantik, der den historischen Besitzstand dieser kulturellen Substanz absichern und mitgestalten wollte
(S. 142). Als „Herder der Böhmen“ (S. 153) bemühte sich Waldau um eine möglichst vollständige Bestandsaufnahme der Volkstänze seiner Zeit (S. 163). Seine Sammlung böhmischer Nationaltänze gilt als „einzigartig dastehende Pionierleistung einer Kulturgeschichtsschreibung, wie eine solche die tschechische selbst nicht besitzt. Die Böhmen dürfen stolz darauf sein, die meisten Tänze zu haben“ (S. 164).
|
 |
|
Stifters Witiko wieder lieferbar
Vor nur drei Monaten erschien Stifters Monumentalroman Witiko in einer eleganten Halbleinenausgabe für 14,90 € bei Vitalis. Das Leserinteresse an dem voluminösen, aber preiswerten Buch war unerwartet groß. Bereits zu Anfang November 2005 waren die Bestände sowohl im österreichischen als auch im deutschen Auslieferungslager restlos ausverkauft. Damit das Buch auf den deutschen und österreichischen Gabentischen nicht fehlen muß, wurde kürzlich die zweite Tranche ab Druckerei ausgeliefert. Stifters Witiko ist damit ab sofort wieder lieferbar.
|
 |
|
Unerwartet rege Nachfrage nach Stifters
Aufgrund der unerwartet regen Nachfrage nach der Vitalis-Ausgabe der Gesammelten Werke von Adalbert Stifter ist die Schmuckkassette mit den Gesammelten Werken kurzzeitig nicht lieferbar. Eine neue Bücherlieferung ab Druckerei wird innerhalb von 14 Tagen den Mangel beheben. Bestellungen werden vorgemerkt. Wir bitten um ein wenig Geduld!
|
 |
|
Der ekz-Informationsdienst empfiehlt Stifters Bergkristall in der Reihe MärchenReich
Der verzaubernden Weihnachtserzählung, Mittelstück von Stifters „Bunten Steinen“, begegnet man in vielen Anthologien. Mit den herausragend schönen Bildern der böhmischen Künstlerin gewinnt die schöne Novelle hier ein ganz eigenes Profil. Die Geschichte der beiden Kinder, die sich am Heiligen Abend auf dem Weg zu der im Nachbarort wohnenden Grossmutter im Gebirge verirren, hat nichts von ihrer anrührenden Wärme, ihrem Charme verloren. Die Rettung der fast Erfrorenen aus Schnee und Eiseskälte durch die Bewohner beider Dörfer beendet die lange zwischen ihnen schwelende Feindschaft. Versöhnung, die die Nacht zu einer „heiligen“ werden lässt. Eindrucksvoll erzählt der in Zweispaltendruck gesetzte Text von „der Natur in ihrer Größe“ und ihren Gefahren, aufgenommen in nostalgischen Bildern, in denen die kalte Bläue der Winternacht fast frösteln macht. Ein weiterer Titel der mit Leinenrücken und Goldprägung auffallend ausgestatteten Bände der Reihe Vitalis MärchenReich. Zum Selberlesen wie Vorlesen überall sehr empfohlen.
|
 |
|
Vitalis-Verlag weiter auf Erfolgskurs
Seit einigen Monaten verzeichnet der Prager Vitalis-Verlag besonders starke Umsatzzuwächse: im August konnte ein Plus von 25 % im Vergleich zum Vorjahresmonat erzielt werden, damit ist der August 2005 zugleich auch stärkster Umsatzmonat im Allzeit-Vergleich. Dieser Trend ist auch in Deutschland und Österreich bemerkbar, wo ein gutes Bestellaufkommen im Zusammenhang mit den Ausgaben anläßlich des 200. Geburtstages Adalbert Stifters für deutliche Zuwächse sorgt.
|
 |
|
Stifters Märchen, Sagen und Legenden zum Kinderbuch des Monats gekürt!
Wie so eben bekannt wird, hat die renommierte Deutsche Akademie für Kinder- und Jugenliteratur e.V. in Volkach das in der Reihe Vitalis MärchenReich erschienene Buch Märchen, Sagen und Legenden von Adalbert Stifter (Mit Bildern der südböhmischen Illustratorin Lucie Müllerová) zum Buch des Monats August 2005 gewählt. Wir freuen uns über diese Auszeichnung!
|
 |
|
Božena Němcovás Babička wird 150!
Vor 150 Jahren erschien das bekannteste Prosastück der tschechischen Literatur – Božena Němcovas "Babička". Vom Mai bis November 1855 erschien das Werk in Heftform bei dem Prager Verleger Jaroslav Pospíšil. Die anfängliche Zurückhaltung der Buchhändler ließ nicht ahnen, daß da ein Klassiker der Weltliteratur vorlag. In den 150 Jahren seit der Erstveröffentlichung wurde die „Babička“ unzählige Male herausgegeben, mehrfach verfilmt und in fast alle europäischen Fremdsprachen, insbesonders auch mehrfach ins Deutsche übertragen. Noch heute ist das Buch ein Leckerbissen nicht nur für Freunde tschechischer Belletristik, sondern auch eine Fundgrube für Volks- und Landeskundler. Schon der Untertitel - Bilder aus dem Landleben - verweist auf die Form des Romans: Erzählt werden autobiographische, poetisch ausgeschmückte Kindheitserlebnisse, die die Autorin um die zentrale Gestalt der Großmutter ordnet und zeitlich in den Kreislauf des Jahres mit seinen Festen und seinem bäuerlichen Arbeitsrythmus einfügt.
Der Vitalis-Verlag führt die großartige Übersetzung des Kamill Eben, eines Lektors an der ehemaligen deutschen Universität in Prag im Sortiment und feiert mit der tschechischen literarischen Öffentlichkeit das runde Jubiläum um die wohl bekannteste Großmutter der Weltliteratur. Nach Cervantes „Don Quijote“ (400. Jubiläum der Erstveröffentlichung) und Adalbert Stifters 200. Geburtstag hat Vitalis mit Božena Němcovás "Babička" einen dritten runden literarischen Festtag in diesem Jahr zu feiern.
|
 |
|
200 Jahre jung – Der Prager Vitalis Verlag feiert Adalbert Stifter
Mit einer großen 200-Kerzen-Torte beging der Prager deutschsprachige Vitalis Verlag auf der diesjährigen Prager Buchmesse den 200. Geburtstag des böhmisch-österreichischen Schriftstellers Adalbert Stifter. Neben einer Reihe tschechischer Kulturjournalisten und -prominenter fanden sich auch der bekannte Übersetzer Hanuš Karlach sowie die Vitalis-Illustratoren Karel Hruška und Lucie Müllerová ein.
Durch die Herausgabe von mehr als 20 Titeln des Schriftstellers in deutscher, tschechischer und englischer Sprache hat sich Vitalis seit Jahren mit großem Engagement um den „Dichter des Hochwaldes“ verdient gemacht. Zuletzt erschien die tschechische Übersetzung des Monumentalromans „Der Nachsommer“ sowie ein Kinderbuch mit „Märchen, Sagen und Legenden“. In Kürze wird Vitalis neben einer reich illustrierten Übersetzung des „Bergkristall“ ins Englische und Tschechische auch die „Gesammelten Werke“ Adalbert Stifters in fünf Bänden auf Deutsch herausgeben. Darunter befindet sich auch der wohl bekannteste Stifter-Roman „Witiko“, das Hohelied auf die Böhmische Frühgeschichte, welches der Dichter der „alten ehrwürdigen Stadt Prag mit treuer Liebe“ gewidmet hat.
|
 |
|
Prager Volkszeitung über Vitalis-Titel Festung meiner Jugend:
„Jana Friesová ist unter dem deutschen Titel „Festung meiner Jugend“ ein sehr berührendes, sehr eindringliches Buch gelungen. Wenn es denn überhaupt so etwas wie eine Rangordnung der im Zusammenhang mit dem Holocaust stehenden Literatur geben würde, hätte es einen Spitzenplatz darin verdient. Nicht zuletzt auch, weil die Autorin das zentrale Thema der eigenen und ihrer Schicksalsgefährten Leidenszwänge und Leiderfahrung in der „Festung“ mit ihrem Leben vor und nach Theresienstadt äußerst anschaulich und informativ zu verbinden weiß. […]
Dieses Buch macht still, sehr still. Es läßt einen lange, womöglich niemals los. Das Beste wohl, das sich über ein Buch sagen läßt. In diesem Sinne ist es ein großartiges Buch.“
Hans Gebe in „Prager Volkszeitung“, am 28. April 2005
|
 |
|
Bitte vormerken: Prager Buchmesse 2005
Vom 5. bis 8. Mai (jeweils von 10.00 bis 19.00 Uhr) wird im Prager Industriepalast wieder die mittlerweile traditionelle Prager Buchmesse abgehalten. Insbesondere tschechische Verleger, aber auch eine Reihe von internationalen Verlagshäusern präsentieren an diesen Tagen ihre Neuheiten an der Moldau. Auch der Vitalis Verlag lädt seine Leser und Freunde herzlich an seinen Stand (Standnummer L 206), wo Novitäten in deutscher, tschechischer und sieben weiteren Sprachen vorgestellt werden. Ganz im Vordergrund stehen dabei die Werke Adalbert Stifters, dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr von der literarischen Welt begangen wird.
Am Freitag, dem 6. Mai, um 16.00 Uhr werden am Vitalis-Stand im Rahmen einer Pressepräsentation zwei aktuelle Neuerscheinungen in tschechischer Sprache „getauft“: Adalbert Stifters Roman „Der Nachsommer“ (tsch. „Pozdní léto“), übersetzt von Hanuš Karlach sowie das von der südböhmischen Illustratorin Lucie Müllerová bebilderte Werk „Märchen, Sagen und Legenden“ von Adalbert Stifter (tsch. „Pohádky, pověsti a legendy“).
|
 |
|
Kennel-Lesungen in Prag und Stuttgart
Unsere Autorin Herma Kennel wird am Donnerstag, den 17. März 2005, um 09.00 Uhr
in der Aula (Raum 131) der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität, Nam. Jana Palacha 2, in Prag 1 (gegenüber dem Künstlerhaus Rudolfinum)aus ihrem Tatsachenroman "BergersDorf" lesen. Gäste sind herzlich eingeladen.
Eine weitere Lesung findet am Mittwoch, den 13. April 2005 um 19:00 Uhr in Stuttgart statt: Haus der Heimat, Schloßstr. 92, 70188 Stuttgart.
Kurzbeschreibung "BergersDorf"
15. März 1939. Hitlers Wehrmacht marschiert in die Rest-Tschechei ein. Im Landkreis Iglau, einer deutschen Sprachinsel auf dem Böhmisch-Mährischen Höhenzug, feiern die Deutschen den Einmarsch als Befreiung. Nach einem vereitelten Attentat auf Adolf Hitler kommt es zu Verhaftungen, die Synagoge geht in Flammen auf. Unweit der Kreisstadt, im deutschen Bauernort Bergersdorf, verhaftet die Gestapo den tschechischen Müller. Der Bürgermeister des Dorfes, ein aufrechter Mann, kann sich den Verstrickungen nicht entziehen, zumal der Chef des SS-Hauptamtes, Gottlob Berger, aus Berlin zu Besuch kommt und sein Bergersdorf zu einem SS-Dorf erklärt. Die Szenerie verfinstert sich im Verlauf des Krieges. Im Mai 1945 kommt es schließlich zur Katastrophe.
|
 |
|
Johanna von Herzogenberg arbeitet an Buch über Salzburg
Die prominente, aus Nordböhmen stammende Autorin Dr. Johanna Herzogenberg, die sich besonders als Chronistin und Kunsthistorikerin im Zusammenhang mit der Kulturgeschichte der Böhmischen Länder einen Namen gemacht hat, ist auch eine intime Kennerin der Mozartstadt Salzburg.
Vitalis konnte die Autorin nunmehr dazu gewinnen, ein Buch über Salzburg herauszugeben.
Der Band soll noch in diesem Jahr innerhalb der populären Verlagsreihe LeseReise erscheinen und 9,90 € kosten. Ihre Vorbestellung richten Sie bitte per e-mail direkt an den Verlag.
|
 |
|
Ein frohes Christfest!
Der Vitalis-Verlag wünscht allen seinen Lesern, Autoren, Kollegen und Freunden ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr.
|
 |
|
Herma Kennel liest in Dresden
Die Vitalis-Autorin Herma Kennel wird am 4. November 2004 bei den Tschechischen Kulturtagen in Dresden aus Ihrem Tatsachenroman „BergersDorf“ lesen. Sie folgt damit einer Einladung der in Dresden und Freiburg ansässigen Brücke/Most-Stiftung.
Im Buch wird die Geschichte einer kleinen Ortschaft in der Iglauer Sprachinsel in Mähren während der Kriegs- und unmittelbaren Nachkriegszeit erzählt. Kennels Buch wurde von der tschechischen und deutschen Presse ausgiebig rezensiert und besonders für die ausgewogene, auf detaillierte Akten- und Quellenstudien beruhende Darstellung gewürdigt. Anders als viele Veröffentlichungen zum Thema Krieg und Vertreibung wird in diesem Werk jede Schuldzuweisung vermieden, aber dennoch sowohl die NS-Okkupation als auch die Vertreibung der deutschen Bewohner von Bergersdorf in ungeschminkter Klarheit dargestellt.
Im Anschluß an die Lesung ist eine Podiumsdiskussion geplant. Durch die Veranstaltung führt Prof. Dr. Helmut Köser.
Ort der Lesung: Haus der Kathedrale, Dresden
Beginn: 20.00 Uhr
Eintrittspreis: Spende
|
 |
|
Stifter 2005 - Vitalis engagiert sich für eine parallele Ausgabe in deutsch und tschechisch
Im Hinblick auf den 200. Geburtstag Adalbert Stifters hat der Prager Verlag Vitalis schon 2002 mit der Herausgabe einer neu illustrierten parallelen Ausgabe von Stifters Werken (sowohl in deutscher als auch in tschechischer Sprache) begonnen. Innerhalb der Edition „Stifters Werke in Einzelausgaben“ (aufgenommen in die Reihe Bibliotheca Bohemica) erschienen bisher die Bände Bergkristall, Der Hochwald (Hvozd), Der Waldgänger (Lesní Poutník), Der Waldsteig, Granit/Die Pechbrenner (Žula/Smolaři), Der Kondor/Heidedorf (Kondor/Ves na plaňce). In Kürze werden die großen Romane Stifters Der Nachsommer und Witiko erscheinen. Mit den Studien und den Bunten Steinen wird die Ausgabe im Jubiläumsjahr 2005 fortgesetzt. Für Januar 2005 ist die Herausgabe eines Stiftermärchenbuches (ebenfalls in deutsch und in tschechisch) unter dem Titel Märchen, Sagen und Legenden geplant. Ein Sonderheft zum Thema Adalbert Stifter und Böhmen soll im März 2005 erscheinen und die Aktivitäten des Verlages im Zusammenhang mit dem Stifterjubiläum abrunden.
Im Vordergrund unserer Bemühungen steht der Wunsch, an den Geburtstag eines der größten böhmisch-österreichischen Dichter nicht nur durch mehr oder weniger spektakuläre Veranstaltungen zu erinnern: Wir wollen durch fundierte und (typo)graphisch ansprechend gestaltete Neuausgaben Adalbert Stifter wieder zurück in die Buchhandlungen, Bibliotheken und Schulklassen – und damit in den gegenwärten Lesegebrauch – bringen. Wir sind der Meinung, daß Adalbert Stifters überzeitliche Werke auch für Leser unserer Tage ihre gültig Gültigkeit haben und es deshalb verdienen gelesen, rezipiert und diskutiert zu werden. Wesentliche Voraussetzung für die intendierte tschechischsprachige Stifterausgabe war die Gewinnung eines geeigneten Übersetzers, der eine angemessene Übertragung auf höchstem Niveau würde garantieren können. In Hanuš Karlach, dem Übersetzer von Schriftstellern wie Rainer Maria Rilke, Martin Walser, Günther Grass, Johann Wolfgang Goethe, Franz Werfel und Hermann Hesse, fanden wir die geeignete literarische Übersetzerpersönlichkeit für diese außergewöhnliche Aufgabe.
Für die parallele Herausgabe in tschechischer Sprache spricht ein wesentlicher kulturpolitischer Aspekt: Adalbert Stifter ist für das tschechisch-deutsch-österreichische Nachbarschaftsverhältnis von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Die Schriften dieses deutschsprachigen Autors sind von tiefer Sympathie für das tschechische Volk geprägt, in Stifters reifem Hauptwerk, dem 1865 erstmals veröffentlichen Historienmonument Witiko, bietet der Autor seiner deutschen Leserschaft ausführlichen Einblick in wesentliche Epochen der tschechischen mittelalterlichen Landesgeschichte. Gewidmet hat er dieses „Buch seines Lebens“, diese „Tat seines Lebens“ seinen „Landsleuten insbesonders der alten ehrwürdigen Stadt Prag“. Den versöhnlichen, über den Nationen stehenden Dichter wollte man seinerzeit, vor dem Hintergrund aufflammender Feindschaft, nicht verstehen. Umsomehr ist sein Werk heute vor dem Hintergrund des zusammenwachsenden Europas und im Bestreben, historische Entfremdungen zu überwinden, von wesentlicher symbolhafter Bedeutung und schlicht – modern. Es ist deshalb besonders bedauerlich, daß der aus dem Böhmerwald stammende Autor Adalbert Stifter heute weiten Kreisen der tschechischen Öffentlichkeit völlig unbekannt ist. Nur mit erheblichen Anstrengungen kann es gelingen, die Werke dieses vergessenen Landeskindes wieder in das Bewußtsein der tschechischen Leserschaft zurückzubringen.
Der Vitalis-Verlag hat sich von Anbeginn dafür eingesetzt, die parallele Herausgabe Stifters Werke in Zusammenarbeit mit Institutionen aus Österreich, Deutschland und der Tschechischen Republik zu realisieren. In Österreich hat der Wiener Verein „KulturKontakt“ in dankenswerter Weise mitgeholfen, das Projekt „Stifter in tschechischer Sprache“ zu verwirklichen. Auch auf tschechischer Seite hat Vitalis einen wichtigen Partner gewonnen: Der Kreis Südböhmen unterstützt die Stifterausgabe sowohl in materieller als auch ideeller Hinsicht, und das obwohl wegen der Flutschäden in Südböhmen im Jahr 2002 nur eingeschränkt Mittel für Kulturarbeit zur Verfügung stehen. Mit den Partnern KulturKontakt und Jihočeský kraj ist uns ein wesentlicher österreichisch-tschechischer Brückenschlag gelungen, der für grenzüberschreitende kulturelle Zusammenarbeit Modellcharakter hat und über verbale Absichtserklärungen weit hinausgeht. Der Vitalis-Verlag engagiert sich weiterhin auch für eine Beteiligung der Bundesrepublik Deutschland bzw. des Landes Oberösterreich an dieser Allianz im Interesse einer zeitgemäßen Ausgabe von Adalbert Stifters Werken in tschechischer Sprache.
|
 |
|
Herma Kennel in Heppenheim
Auf Einladung der Ackermann-Gemeinde wird die Vitalis-Autorin Herma Kennel am Samstag, dem 25. September 2004, um 20.00 Uhr in der hessischen Weinstadt Heppenheim aus Ihrem Buch „BergersDorf“ lesen. Literaturfreunde sind dazu herzlich eingeladen! (Veranstaltungsort: Haus am Maiberg, Ernst Ludwig Str. 19, 64646 Heppenheim).
|
 |
|
Vitalis unterstützt Initiative zur Erhaltung des Slavischen Seminars an der Basler Universität
In einem Offenen Brief des Komitees zur Unterstützung der Basler Slavistik gegen die Schließung des Slavischen Seminars riefen vor einigen Wochen Persönlichkeiten des geistigen Lebens in der Neuen Züricher Zeitung und in anderen Medien dazu auf, das Slavische Seminar an der Basler Universität zu erhalten. Auch der Prager Vitalis Verlag unterstützt das Komitee zur Erhaltung der ältesten slawischen Lehr- und Forschungsstelle in der Schweiz, das nicht zuletzt für intensive Kontakte zwischen Ost- und Westeuropa steht und dringend benötigte Spezialisten ausbildet. Laut einer Mitteilung von Prof. Dr. Andreas Guski, des Leiters des Slavischen Seminars, zeichnen sich mittlerweile Konturen einer Lösung ab – der öffentliche Prostest des Komitees blieb auch im Basler Unirat nicht ungehört. Zur Diskussion steht u.a. eine Fusion der Basler Slavistik mit dem Basler Institut für Osteuropa-Geschichte. Eine endgültige Entscheidung über die Zukunft des renommierten slavistischen Institutes steht zur Stunde noch aus.
|
 |
|
Zusammenarbeit mit der Österreichischen Franz Kafka-Gesellschaft besiegelt
Vitalis bereitet in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Franz Kafka-Gesellschaft die Herausgabe eines wissenschaftlichen Bandes mit Beiträgen weltweit führender Kafkaforscher vor: Unter dem Titel Die Vielfalt in Kafkas Leben und Werk werden so die Vorträge zu den internationalen Kafkasymposien von 1997 und 1999 der an Kafka interessierten literarischen Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Als Herausgeber zeichnen der Wiener Germanist Wendelin Schmidt-Dengler und Norbert Winkler, der Generalsekretär der ÖFKG verantwortlich. Der im Rahmen der Vitalisreihe „Scientia“ erscheinende Band soll im Frühjahr 2005 ausgeliefert werden und wird 19,90 Euro kosten.
|
 |
|
Biographie von Paul McCartney als Verkaufshit
Die kürzlich bei Vitalis in Tschechisch erschienene Biographie Paul McCartneys von Harald Martin hat sich zu einem der grossen Erfolgstitel dieses Jahres entwickelt. In den Verkaufslisten des unabhängigen Verlegerverbandes (SCKN) rangiert Paul McCartney im Bereich Belletristik im Spitzenfeld und behauptet sich selbst in den Sommermonaten auf Platz 11.
Als nächster Titel der tschechischsprachigen Popmusik-Reihe bringt Vitalis im September 2004 die Biographie der amerikanischen Kultsängerin Madonna (Autor: Randy Taraborelli).
|
 |
|
Prager Buchmesse 2004
Vom 5.-9. Mai 2004 findet auf dem Prager Ausstellungsgelände Výstaviště die bereits traditionelle internationale Prager Buchmesse zum zehnten Mal statt. Der Verlag Vitalis lädt dazu herzlich ein und freut sich über den Besuch der Leser an seinem Stand L 206.
|
 |
|
Sir Paul McCartney, Prag und Vitalis erwarten Sie!
Am 6. Juni dieses Jahres kommt hoher Besuch an die Moldau. Paul McCartney gibt sein erstes Konzert in Prag (T-Mobile Park). Rechtzeitig zu diesem vielleicht wichtigsten Musikereignis des Jahres legt Vitalis die erste Biographie des Ex-Beatles in tschechischer Sprache vor. Das Buch (246 Seiten, Farbbildbeilagen) wird auf der diesjährigen Prager Buchmesse den Medien und der Öffentlichkeit vorgestellt.
|
 |
|
Vitalis-Autor Alan Levy gestorben
Am Freitag, dem 2. April 2004 ist der Vitalis-Autor Alan Levy (72) in Prag verstorben. Levy, ein bedeutender Zeitzeuge des Prager Frühlings und der Jahre nach 1989, ist als Chefredakteur der „Prague Post“ zu einer Prager Institution geworden. Mit dem bei Vitalis in deutscher Sprache erschienenen Bericht Verlorener Frühling hat Alan Levy eine authentische und überaus lesenswerte Darstellung der Zeit um 1968 hinterlassen.
|
 |
|
Vitalis-Autor Dan Weinstein zu Besuch in Prag
Rechtzeitig zum Erscheinen seines Zukunftsromans Der Weg zum letzten Garten weilte der Vitalis-Autor Dan Weinstein kürzlich in Prag. Die Prager Medien nützten die Anwesenheit des Autors zu Interviews und stellten dem aus dem nordböhmischen Leitmeritz stammenden, deutschschreibenden Schriftsteller Fragen über sein Leben und Werk. Ein Originalinterview von Radio Prag können Sie über die Internetadresse http://www.radio.cz/de/ausgabe/52461
abrufen. Das Buch ist derzeit nur in der Tschechischen Republik erhältlich, auf dem deutschen und österreichischen Buchmarkt erscheint es erst im Juni 2004.
|
 |
|
Frohe Weihnacht!
Die Mitarbeiter des Verlages Vitalis möchten sich bei allen Lesern, Buchhändlern, Autoren und Partnern des Verlages für ihre Treue und Mitarbeit, sowie das bezeugte Interesse bedanken. Wir wünschen allen Freunden unserer Bücher eine gesegnete Weihnacht und ein glückliches, neues Jahr 2004.
|
 |
|
Verlag Vitalis ist Kooperationspartner für
Unter der Schirmherrschaft der tschechischen UNESCO Kommission veranstaltet das Krummauer Regionalmuseum unter der Leitung von Mag. Ivan Slavík, in dessen Zuständigkeitsbereich auch das Geburtshaus Adalbert Stifters gehört, eine Reihe von Projekten, die im Zusammenhang mit dem 200. Geburtstag des böhmisch-österreichischen Dichters stehen. Als Mitveranstalter hat der Verlag Vitalis die Aufgabe übernommen, die Werke Stifters in tschechischer Sprache zu edieren.
Noch vor Weihnachten 2003 erschien Stifters Erzählung "Der Hochwald" (tsch. Hvozd) in einer Übertragung des namhaften Übersetzers Hanuš Karlach. Weitere Bände sind für Frühjahr 2004 geplant.
|
 |
|
Vitalis vereinheitlicht Telefon- und Faxverkehr
Europa wächst zusammen und auch der Verlag Vitalis reagiert auf die bevorstehende EU-Osterweiterung mit einer Zentralisierung und Vereinheitlichung seiner Telefonverbindungen.
Die bisherige deutsche Telefonnummer der Vitalis GmbH (09973-801017) wurde stillgelegt. Kunden, Leser und Interessenten erreichen alle Abteilungen der Vitalis-Verlage über die zentrale Prager Vitalis-Nummer (00420) 257 530 732. Auch die alte Fax-Nummer ist nicht mehr aktuell - bitte faxen Sie nunmehr ausschließlich an (00420) 257 53 19 74.
Wir bitten um allfällige Aktualisierung Ihrer Telefonverzeichnisse.
Unsere Kollegen aus den deutschen Sortimenten können selbstverständlich weiterhin bei unserer deutschen Auslieferung LKG in Espenhain direkt bestellen:
Tel.: 034206-65135
Fax: 034206-65110
E-mail: lkg@lkg-service.de
Bestellungen österreichischer Buchhandelskollegen nimmt unsere Auslieferung BLC (BuchLogistikCompany) in Wels entgegen:
Tel.: 07242-696230
Fax: 07242-65272
E-mail: buchlogistik@blc.at
|
 |
|
Ungeteilte Zustimmung zu Kennels "BergersDorf" in deutschsprachigen Prager Medien
Nachdem eine große Zahl deutscher Medien den Vitalis-Schwerpunkt-Titel "BergersDorf" rezensierte, hat nun auch die Prager Medienlandschaft mit ausführlichen Rezensionen den Factionroman von Herma Kennel ihrer Leserschaft vorgestellt. Die "Prager Zeitung" etwa schrieb: "Durch die Mischung aus Fiktivem und Dokumentiertem bleibt der Roman spannend, Schuldzuweisungen bleiben aus. Herma Kennel schildert auf fesselnde Weise ..."
Der Rezensent der Prager "Landeszeitung" verweist auf das "differenzierte Bild" und den "enormen Detailreichtum". Eine besonders kompetente und informative Buchbesprechung von Hans Gebe wurde in der "Prager Volkszeitung" gedruckt. Der sachkundige Rezensent würdigt das "außerordentliche Buch" sowie die "überzeugenden Ergebnisse gründlicher Recherchen" und regt eine tschechische Übersetzung an.
|
 |
|
Neue Züricher Zeitung zu Vitalis-Neuerscheinung
Zu denen, die in den Fluten so gut wie alles verloren haben, gehörte auch der Vitalis-Verlag, der einzige deutschsprachige Verlag in Prag. Der Sitz auf der idyllischen Kleinen Seite ist dem Verlag wie seiner Buchhandlung zum Verhängnis geworden. In den Fluten versank nicht nur fast das ganze Buchlager, sondern auch das Verlagsarchiv, die Rechner, Möbel, einfach alles. Den Gewalten mit Erfolg trotzend, dokumentiert der wieder entstandene Vitalis-Verlag jetzt mit der Publikation „Prag unter Wasser“ die Ereignisse. Unter den vielen Abbildungen, die das Ausmass der Katastrophe wieder vor Augen führen, kann man den als Aktionskünstler bekannten Direktor der Nationalgalerie, Milan Knižák, durch den überfluteten Hof des Agnes-Klosters, in den trockenen Tagen das domizil der malerei des 19. Jahrhunderts, in einem Boot paddeln sehen. Doch nein, es war keine Performance damals vor einem Jahr. Es war todernst.
|
 |
|
Kennels "BergersDorf" im Urteil der "Augsburger Allgemeinen"
Bergersdorf wurde zu Bergers Dorf und ging dabei unter: Ein aufrüttelnder dokumentarischer Roman aus der Hitler-Zeit in Böhmen und Mähren.
Dies ist die Geschichte des Wenzel Hondl, der ein guter Mensch war und doch elendig von anderen Menschen zu Tode gebracht wurde. Dies ist die Geschichte des Dorfes, dessen bemühter Bürgermeister er war und dessen Sturz in den Abrund er doch nicht aufhalten konnte.
Aber was heißt Abgrund? Es ist die Erbarmungslosigkeit geschichtlicher Abläufe, denen der Einzelne und denen Gemeinschaften wie einem hämischen Wechselspiel unterworfen sind. Zumal Minderheiten, Randgruppen treten dabei als tragische Zeugen auf, sind sie doch in ihrem Wunsch nach Selbstbehauptung der Verführung zur Stärke und der Verfluchung zur Schwäche besonders ausgesetzt.
Das Dorf, um das es hier geht, liegt an der Grenze zwischen Böhmen und Mähren, auf halbem Weg zwischen Prag und Wien. Es bezeugt mit dem deutschen Namen Bergersdorf die ins 13. Jahrhundert zurückreichende deutsche Zuwanderung und mit dem tschechischen Kamenná seine politische Staatszugehörigkeit. Diese wurde im kriegerischen Größenwahn eines auf tausend Jahre angelegten Großdeutschen Reiches für wenige Jahre revidiert. Bergersdorf genoss die Gunst des Himmler-Vertrauten und SS-Genersals Gottlob Berger, wurde von ihm 1943 zum „SS-Dorf“ ernannt – mit dem Versprechen: „Eine offizielle Feier soll es nach dem Siege geben.“ Statt Sieg und Feier gab es Niedelage, Folter, Vertreibung.
Dies ist das Gerüst für Herma Kennels dokumentarischen Roman „BergersDorf“, der in der präzis-chronoligschen Art eines Walter Kempowski zur Sache geht und das Unsägliche historischer Volten mit nüchternen Worten benennt. Er fokussiert ein winziges Stück geografischer und politischer Landkarte, die um das fühe Silberbergbau-Zentrum Iglau (Jihlava) entstandene deutsche „Iglauer Sprachinsel“. Und er fokussiert ein vergleichsweise winziges Stück Zeit, quasi den Augenblick des Auf und Ab einer letztlich zerstörerischen Welle. „Wir wollten uns von den Tschechen befreien und sind Hitler in die Händes gefallen … Jetzt werden wir dafür bezahlen müssen, wir alle !“ So resümiert Wenzel Hondl. Und dass er, der privat wie amtlich stets um Anstand und Humanität bemüht war, im Mai 1945 unter den Händen der tschechischen „Revolutionsgarde“ so grausam dafür zahlen muss, akzentuiert diese Seiten einer Tragödie. Sie sind „allen unschuldigen Opfern politischer Gewalt in Böhmen und Mähren“ gewidmet und in ihrer ereignisbezogenen Darstellung auch allen Seiten als Lehrstück zu empfehlen – gerade in der wieder aktuellen Diskussion um die Beneš-Dekrete.
Die 1944 bei Pirmasens geborene, durch Heirat mit den Wenzels verbundene Autorin Herma Kennel ist bisher mit Kinderbüchern („Die Reise mit der Pfeffermaus“), aber auch mit der Lebensgeschichte eines DDR-Bürgers („Alleingang“) und einer authentischen Ani-Ceauçescu-Geschichte („Der Widerstand des jungen Radu Filipescu“) hervorgetreten. Ihr „BergersDorf“ ediert der einzige deutschsprachige Literaturverlag in Tschechien, der Vitalis-Verlag in Prag (352 Seiten, 19,90 €).
|
 |
|
Vitalis auf der "BuchLust" in Hannover
Das Kulturamt der Landeshauptstadt Hannover und das Literaturbüro Hannover e.V. lädt am 15. und 16. November zum 10. Mal eine begrenzte Zahl engagierter und außergewöhnlicher Verlage und Pressen zur BuchLust nach Niedersachsen. Diesmal hat sich die mit der Auswahl der teilnehmenden Verlage betraute Jury u.a. für den Verlag Vitalis entschieden. Auf Tisch Nr. 4 wird der Prager Verlag Vitalis einen Querschnitt durch seine Produktion präsentieren.
Am Sonntag, dem 16. November, 13.30 Uhr, ließt unsere Autorin Herma Kennel auf der BuchLust aus Ihrem Roman "BergersDorf".
Die BuchLust findet statt im Künstlerhaus Hannover, Sophienstraße 2, 30159 Hannover.
|
 |
|
"Buchhändler heute" zum 10. Geburtstag von Vitalis
Nah am Ufer gebaut, erlebte der Prager Vitalis Verlag im August 2002 durch die Jahrhundertflut nahezu sein Ende. Verlagsgebäude und Buchhandlung versanken in braunem Schlamm und den Wassermassen der Moldau. Der Verlag schaffte es jedoch der Katastrophe die Stirn zu bieten: In diesem Sommer feiert der Vitalis Verlag nun sein zehnjähriges Bestehen.
„Dass unsere Bücher heute in zahlreichen deutschen Buchhandlungen geführt werden und somit unsere Reihen eine immer größere Fangemeinde in Deutschland haben, war teilweise auch eine Reaktion auf die Flut. Die spontane Hilfe von Buchhändlern, Freunden, Kollegen und Medien während dieser Zeit hat mich im Weitermachen bestärkt“, sagt der Verleger Harald Salfellner heute. Mit einer Backlist von 300 Titeln in acht Sprachen und 20 Neuerscheinungen im Jahr mischt Vitalis seit Jahren auf dem europäischen Markt mit und ist der einzige tschechische Verlag mit Präsenz auf dem deutschen und österreichischen Buchmarkt.
„Buchhändler heute“, August 2003
|
 |
|
Prager Woche in München
Zwischen 19. 9. und 28. 9. 2003 findet im Kulturforum Sudetendeutsches Haus in München unter der Programmkoordination der Sudetendeutschen Stiftung eine Prager Kulturwoche statt. Die Prager Woche ist eine Gemeinschaftsveranstaltung des Institutum Bohemicum der Ackermann-Gemeinde, des Hauses des Deutschen Ostens in München, des Adalbert-Stifter-Vereins, des Nationalen Marionetten-Theaters in Prag, des Sudetendeutschen Büros in Prag und des Tschechischen Zentrums in München. Auch der Vitalis Verlag beteiligt sich an dieser Schwerpunktwoche mit einer Präsentation seiner Bücher.
Eine Reihe von hochkarätigen Veranstaltungen ist vorbereitet, so etwa eine Lesung der bekannten Autorin Johanna Baronin Herzogenberg aus ihrem beliebten Buch “Prag, ein Reisebegleiter” (23. 9. 2003, 18.00), ein Vortrag des Vitalis-Autors Diether Krywalski zum Thema “Prag und die literarische Moderne” (25. 9. 2003, 18.00) oder eine Vortrag des Vitalis-Autors Heinrich Pleticha zum Thema “Die Jahre 1938-1945 in der Darstellung sudetendeutscher Autoren” (26. 9. 2003, 10.45).
Am Samstag, dem 27. 9. 2003, um 16.30 bittet Vitalis dann zu einer literarischen Reise an die Moldau mit Autoren und Texten aus den Büchern des Verlages. Weitere Auskünfte erhalten Sie im Kulturforum Sudetendeutsches Haus in München, Hochstrasse 8, Tel. 089-48 000 30
|
 |
|
Zündstoff: Nachrichtenmagazin Focus urteilt über Vitalis-Titel
"Ein hervorragend recherchierter, differenziert betrachtender Dokumentarroman" so lautet das Urteil des renommierten deutschen Nachrichtenmagazins Focus über den Vitalis-Schwerpunkt-Titel der diesjährigen Herbstsaison.
Kennels Buch "Bergersdorf" berichtet über das Ende eines deutschen Dorfes in der Iglauer Sprachinsel 1945 und rührt damit an Tabu-Themen. Focus: "...zudem in einem Prager Verlag erschienen. Das ist Zündstoff für die Debatte um die Benes-Dekrete!".
Herma Kennel geht im Herbst 2003 und Frühjahr 2004 auf LeseReise durch Deutschland - bitte kontaktieren Sie uns, falls Sie auch Interesse an einer Lesung haben.
|
 |
|
Vitalis-Titel "Praha pod vodou" unter tschechischen Top-Ten
Der Vitalis-Titel über die Prager Flut ist zu einem der meistverkauften Bücher der Saison geworden.
In den Umfragen des Tschechischen Verleger- und Buchhändlerverbandes (Svaz ceskych knihkupcu a nakladatelu, SCKN) rangierte das Buch zuletzt unter den zehn meistverkauften Sachbüchern der Tschechischen Republik. Damit hat sich der Verlag Vitalis, der erst kürzlich seine Verlagstätigkeit auf das tschechischsprachige Segment ausgedehnt hat, in Rekordzeit einen Namen auch bei seiner neuen Leserschaft gemacht.
"Praha pod vodou" (Prag unter Wasser) schließt damit an den jüngsten Erfolgstitel "Vymirajici Evropane" (Die sterbenden Europäer) an, das von praktisch allen großen tschechischen Medien hervorragend rezensiert und vom Buchhandel lebhaft geordert wurde.
|
 |
|
Vor einem Jahr: Prag unter Wasser
Noch bevor die Jahrhundertflut des vergangenen Sommers Sachsen erreichte und damit die Aufmerksamkeit der deutschen Medien in Anspruch nahm, war das Zentrum von Prag bereits in den Fluten der Moldau versunken. Kamerateams aus der ganzen Welt waren in die goldene Stadt gekommen, um von Unglaublichem zu berichten – Prag lag unter Wasser. Und auch der einzige deutsche Verlag der Tschechischen Republik verschwand in den Strömen der Moldau und existierte für Wochen nur mehr im Internet. Ein Großteil der Lagerbestände, die verlagseigene Buchhandlung und auch die tiefer gelegenen Verlagsräumlichkeiten waren bis zur Decke geflutet. Mit dem Vitalis-Verlag schien eine fast tausendjährige ununterbrochene Tradition deutscher Buchkultur in Böhmen untergegangen zu sein. Doch da setzte eine spontane Solidarität ein – deutsche Branchenkollegen erklärten sich mit dem Verlag solidarisch, unterstützten beim Wiederaufbau, schmückten ihre Schaufenster mit Vitalisbüchern und bestellten die Bücher des Verlages in einem zuvor nicht gekannten Ausmaß. Unzählige Leser schrieben Briefe, wollten Geld spenden oder gar nach Prag kommen und beim Beseitigen der Schäden helfen. Von dieser Solidarität motiviert krempelte man bei Vitalis nach einer Schrecksekunde die Ärmel auf und entschloß sich, der Katastrophe die Stirn zu bieten. Wenn man den Verlag schon nicht vor dem Wasser hatte retten können, so wollte man wenigstens wie ein Wellenreiter auf der zerstörerischen Woge surfen.
„Versunkene Literatur taucht wieder auf“ – hieß das trotzige Motto auf einem vielerorts in Buchhandlungen ausgehängten Vitalis-Plakat, das die riesigen Halden vernichteter Bücher abbildete. Nach kaum einem Jahr harter Arbeit hat man den Neubeginn geschafft, sind die Lager wieder gefüllt. Wie ein Phönix aus der Asche, pardon: Wasserflut ist die versunkene Literatur von Vitalis wieder aufgetaucht. Auf dem neuen Katalog des Verlages war das Hölderlinwort zu lesen: „Und die Flut und den Fels und Feuersgewalt auch bezwinget mit Kunst der Mensch“.
Rechtzeitig vor dem ersten Jahrestag hat der Prager Verlag Vitalis nun als erster Verlag in der Tschechischen Republik ein Buch über die Prager Hochwasserkatastrophe im August des Jahres 2002 vorgelegt. Der eindrucksvolle, vierfarbige Bildband „Prag unter Wasser“, der zugleich in einer tschechischen und auch in einer englischen Version veröffentlicht wurde, ist denn auch ein authentisches Dokument und niemand wäre geeigneter gewesen, dieses Buch zu veröffentlichen – als eben der Prager Verlag Vitalis. Das Hineinblättern in den handlichen Bildband läßt die schlimmen Augusttage wieder auferstehen, als eine ungeahnte Flutwelle die Goldene Stadt versinken ließ. Wir sehen die Elefanten im Prager Zoo, die Evakuierung von Menschen und Tieren, wir betrachten versunkene Autos und bis zu den Dächern unter Wasser stehende Gebäude. Im Anschluß an den Hauptteil des Buches ist wie eine Zugabe noch der Bericht des Verlegers „Böhmen liegt im Meer“ abgedruckt, mit den Bildern der verheerenden Auswirkungen der Katastrophe auf den Verlag. Die tschechische Ausgabe wurde innerhalb weniger Tage nach dem Erscheinen zu einem Bestseller, enterte die Top-Ten der tschechischen Verkaufslisten und wurde so zu einem der erfolgreichsten Bücher des Verlages. Nun ist auch die deutsche Ausgabe lieferbar. Der Verleger sagt, daß er auf eine Buchtaufe verzichten möchte. Wenn man den Bildband „Prag unter Wasser“ durchblättert, versteht man warum.
|
 |
|
Herma Kennels "BergersDorf" Spitzentitel im Juni
Herma Kennels Tatsachenroman über das SS-Dorf "Bergersdorf" entwickelt sich zu einem aktuellen Erfolgstitel und sorgt für Diskussionsstoff im Zusammenhang mit den umstrittenen Benešdekreten.
Im Juni 2003, unmittelbar nach Erscheinen des Romans, wurde das Buch durch Mundpropaganda seiner Leser zum meistverkauften Vitalis-Titel in Deutschland und zugleich zu einem literarischen Ereignis:
Eine vorzüglich gelungene Symbiose von Roman und Sachbuch, authentisch und zugleich spannend. Die einzelnen Fakten sind mit Quellenhinweisen belegt, wie es sich für ein wissenschaftliches Werk gehört, und dennoch ist die Handlung spannend und ergreifend.
Geschrieben ohne jede Schuldzuweisung, trägt der Tatsachenroman ganz sicher zur Aufarbeitung der deutsch-tschechischen Vergangenheit bei – zumindest bei denen, die guten Willens sind, aber leider gibt es immer noch Betonköpfe auf beiden Seiten.
Nicht nur für die dort ehemals Beheimateten, sondern für alle, die versuchen zu verstehen, was damals geschah, und wie „das“ damals geschehen konnte.
(www.buechervielfrass.de)
Am Sonntag, dem 20. Juli (11:45) ist das Buch nun in der renommierten TV-Literatursendung "Lesezeichen" des Bayrischen Rundfunks Thema.
Die Autorin Herma Kennel geht im Herbst dieses Jahres auf Lesereise durch Deutschland und Österreich. Interessierte Veranstalter und engagierte Buchhändler werden gebeten, sich mit dem Verlag Vitalis in Verbindung zu setzen.
|
 |
|
Feierstunde in der Österreichischen Botschaft zu Prag
Am 26. Juni 2003 hat er Botschafter der Republik Österreich in Prag, Dr. Klas Daublebsky, zu Ehren des Verlages Vitalis, der in diesen Wochen sein 10jähriges Bestehen feiert, in den Räumlichkeiten und im Garten seiner Residenz einen Empfang ausgerichtet.
Unter den literaturinteressierten Gästen befand sich auch der deutsche Botschafter in Prag, Dr. Michael Libal, sowie der Schriftsteller und tschechische Botschafter in Wien Jiří Grůša, der im Rahmen seiner Laudatio die Aufbauleistung des Verlages Vitalis würdigte.
In der Einladung der Gastgeber hieß es: "Der Prager Verlag Vitalis, der von dem österreichischen Arzt Dr. Harald Salfellner gegründet wurde, widmet sich in besonderem Maße der Publikation von Literatur aus und über Böhmen und Mähren in deutscher und in tschechischer Sprache und nimmt so eine wichtige Brückenfunktion zwischen Tschechen, Österreichern und Deutschen wahr."
Der Verlag Vitalis bedankt sich beim Botschafterehepaar Dr. Klas und Beatrice Daublebsky, sowie bei den Mitarbeitern der österreichischen Botschaft für die Anerkennung der im zurückliegenden Jahrzehnt geleisteten Arbeit.
|
 |
|
Nachdrucke vernichteter Vitalis-Titel vor dem Abschluß
Die im Gefolge der Flut im August 2002 eingetretenen Engpässe an einzelnen Vitalis-Titeln werden in wenigen Tagen Vergangenheit sein. Anfang Mai werden die letzten Fehlbestände aus den Druckereien angeliefert und dann wieder ihren Weg zum Lesepublikum finden. Zuletzt waren es insbesondere Titel aus der Reihe Bibliotheca Bohemica, auf die unsere Leser warten mußten (Gustav Meyrink: Der Golem, Božena Němcová: Die Großmutter, Eduard Mörike: Mozart auf der Reise nach Prag).
Auch der Bildband Prag – Die Goldene Stadt wird nach flutbedingten Verzögerungen Anfang Mai ausgeliefert.
|
 |
|
Unser Autor Ivan Slavík verstorben
Einer der großen zeitgenössischen tschechischen Dichter, Prof. Ivan Slavík, hat im 83. Lebensjahr seinen irdischen Weg beendet. Mit ihm verläßt ein christlicher Dichter die literarische Bühne, der über Jahrzehnte hinweg zum Schweigen verurteilt war. Bereits 1948 erhielt Slavík ein Publikationsverbot, das nahezu zwei Jahrzehnte aufrecht blieb. Nach Beendigung des Prager Frühlings 1968 nahm man Slavík für weitere zwanzig Jahre jede Öffentlichkeit. Erst im Gefolge der samtenen Revolution von 1989 durfte Slavík wieder wirken. Seine „Sonate der Hoffnung“ hat der Dichter im Jahr 2001 dem Brückenverlag Vitalis anvertraut. Wenige Wochen vor seinem Tode konnten Slavik noch erleben, daß dieses Werk der deutschen Öffentlichkeit in einer feinfühligen Übertragung und bibliophil illustriert zugänglich gemacht wurde.
Am 24. Dezember 2002 ging Slavík in aller Stille von dieser lauten Welt.
|
 |
|
Vitalis-Frühjahrsproduktion ausgeliefert
Die neuen Titel von Vitalis werden in diesen Tagen bundesweit ausgeliefert. Neben exklusiven Raritäten für Pragfreunde (Paul Leppin: Prager Rhapsodie; Oskar Wiener: Alt-Prager Guckkasten)warten die Leser dieses Bücherfrühlings besonders auf vier Werke des Schriftstellers Gustav Meyrink (Der Golem; Walpurgisnacht; Das grüne Gesicht; Fledermäuse). Weitere Bände der Meyrink-Ausgabe befinden sich in Herstellung.
Zwei weitere Titel des aus dem Böhmerwald stammenden österreichischen Dichters Adalbert Stifter (Der Hochwald; Granit/Die Pechbrenner) runden das literarische Angebot für den deutschen und österreichischen Buchhandel ab. Bis 2005 ist bei Vitalis das gesamte Werk Adalbert Stifters in illustrierten Leseausgaben vorgesehen. Zeitgleich erscheinen ausgewählte Werke Stifters in prominenten Übersetzungen auch in tschechischer Sprache.
|
 |
|
Neuer Verlagskatalog ausgeliefert
Der neue Vitalis-Katalog „Versunkene Literatur taucht wieder auf“ wird in diesen Tagen, gemeinsam mit einem Dekoposter an mehrere tausend deutsche und österreichische Buchhändler verschickt. Damit ist ein weiterer schwerwiegender, von der August-Flut verursachter Schaden behoben, denn neben den Lagerbeständen von Büchern waren auch alle Kataloge, Vorschauen und Marketingmaterialien des Verlages vernichtet worden. Im neuen Katalog werden auch die Frühjahrstitel des Verlages vorgestellt, darunter eine Ausgabe der Werke Gustav Meyrinks in Einzelausgaben (z. B. der Roman Walpurgisnacht), zwei weitere Bände (Granit/Die Pechbrenner und Der Hochwald) der umfassenden Prager Adalbert-Stifter-Ausgabe, die anläßlich des 200. Geburtstages des Dichters im Jahr 2005 erscheint, ferner ein neuer Text-Bildband über die Goldene Stadt Prag sowie als ganz besondere Spezialität für Bohemisten und Germanisten der Alt-Prager Guckkasten des Prager deutschen Schriftstellers Oskar Wiener. Die neuen Bücher werden ab Mitte Januar 2003 im gut sortierten Buchhandel erhältlich sein.
|
 |
|
Tagung in Prag: Literatur, Werte und Europäische Identität
Zwischen dem 28. November und 1. Dezember 2002 findet auf Initiative der Konrad-Adenauer-Stiftung in Prag eine Internationale Fachtagung für Wissenschaftler, Schriftsteller und Journalisten aus Tschechien, Deutschland, Polen, Rumänien und Ungarn statt. Der Verlag Vitalis bedankt sich bei der Konrad-Adenauer-Stiftung für die Einladung, an diesem prominent besetzten Treffen mit einem Büchertisch mitzuwirken.
|
 |
|
Deutscher Buchhandel ordert Vitalis-Flutpaket
Mit einer am 21. November angelaufenen Schaufenster-Sonderaktion „Versunkene Literatur taucht wieder auf“ unterstützen Sortimente in ganz Deutschland den Wiederaufbau des Verlages Vitalis. Die Initiative geht zurück auf eine Idee der Kollegen Maschmann von der Stiftsbuchhandlung in Nottuln, die zunächst provisorisch mit Ausdrucken aus dem Internet ein Schaufenster mit den Bildern der Vitalis-Flutkatastrophe gestaltet hatten und damit großes Kundeninteresse weckten. Schon am ersten Tag der Schaufenster-Sonderaktion vermeldet die Verlagsauslieferung LKG reges Bestellaufkommen im Rahmen der Sonderaktion, Pakete mit einer Auswahl der schönsten Vitalisbücher wurden in rascher Folge an Buchhandlungen im gesamten Bundesgebiet geschickt.Kollegen, die sich an dieser Schaufensteraktion beteiligen möchten, können per e-mail den Bestellschein des Vitalis-Flutpaketes (25 Bücher, 45%, RR, 60 Tage Valuta) und das dazugehörige Dekoplakat anfordern. info@vitalis-verlag.com.
|
 |
|
Franz Kafka und Prag erscheint in 5. Ausgabe
Der zuletzt vergriffene Vitalis-Longseller "Franz Kafka und Prag" wird ab 20. Oktober in einer 5. Ausgabe wieder regulär lieferbar sein. Seit dem Erscheinen der letzten Ausgabe hatten sich einige bedeutsame Veränderungen ergeben, die eine Aktualisierung nötig machten. So wurde zwischenzeitlich der Platz "U Radnice", an dem das Geburtshaus des Schriftstellers stand, zum Franz-Kafka-Platz umbenannt."Franz Kafka und Prag" wurde in mehrere Weltsprachen übersetzt und insgesamt mehr als 60.000 mal verkauft.
|
 |
|
Zusammenarbeit mit Rowohlt, DTV und Stürz-Weidlich-Kraft
Im Rahmen einer umfangreichen tschechischsprachigen Produktion hat der Vitalis-Verlag Lizenzübereinkommen mit weiteren renommierten Verlagen getroffen. Von besonderem Interesse ist für die tschechische Öffentlichkeit das Werk „Tod in Prag“ des deutschen Privatgelehrten Hellmuth G. Haasis über das 1942 verübte Attentat auf den stellvertretenden Reichsprotektor Reinhard Heydrich. Das Buch wird 2003 unter dem Titel „Smrt v Praze“ auf den tschechischen Pulten liegen.
|
 |
|
Vitalis-Autor Diether Krywalski präsentiert sein neuestes Buch in München
Münchner Literaturfreunde sollten sich den 28. Oktober 2002 im Kalender anmerken. An diesem symbolträchtigen Tag (dem tschechischen Nationalfeiertag) stellt der Literaturwissenschaftler Diether Krywalski auf Einladung des Adalbert-Stifter-Vereins sein jüngst bei Vitalis erschienenes Werk zur deutschsprachigen Literatur in Böhmen und Mähren vor – „Weit von hier wohnen wir, weit von hier“.Die Veranstaltung im Sudetendeutschen Haus, Hochstraße Nr. 8, beginnt um 19.00 Uhr.
|
 |
|
Herbstneuerscheinungen von Vitalis jetzt ausgeliefert
Die ersten Vitalis-Neuerscheinungen nach der Flut warten in den Auslieferungslagern in Espenhain und Wels sowie in gut sortierten Buchhandlungen bereits auf ihre Leser. Im Herbstprogramm befinden sich Schmuckausgaben anläßlich zweier Jubiläen: Sowohl Victor Hugo als auch Wilhelm Hauff feiern in diesem Jahr ihren 200. Geburtstag – wir gratulieren mit Hauffs „Sämtlichen Märchen“ sowie Hugos „Glöckner von Notre-Dame“. Besonders vielversprechend ist die von Lothar Pikulik herausgegebene und von Joachim Pikulik interessant illustrierte Sammlung Eichendorffscher Nachtstücke. Den Freunden der Illustrationen Karel Hruškas legen wir in diesem Jahr Oscar Wildes „Gespenst von Canterville“ in einer vierfarbigen Kunstausgabe unter den Christbaum.Auch Böhmenfreunde kommen nicht zu kurz: In einer Gedenkschrift für Hugo Rokyta erinnern prominente Forscher und Publizisten an den Autor des dreibändigen „Handbuches der Böhmischen Länder“. Freunde gehobener Poesie können sich erstmals mit den ins Deutsche übertragenen Gedichten von Ivan Slavík bekannt machen. In einem Band über „Deutschböhmische Literatur“, der gemeinsam mit der Olmützer Arbeitsstelle für mährische deutschsprachige Literatur auf den deutschen Buchmarkt gebracht wird, werden lange verdrängte Themen zurück ins Bewußtsein geholt.Die Flutkatastrophe konnte unsere Bücherbestände dezimieren, nicht aber unsere Lust an schönen Büchern verringern. Überzeugen Sie sich selbst!
|
 |
|
Prager Vitalis Verlag vor Hochwasser evakuiert
Am 13. August 2002 wurden die Räumlichkeiten des Vitalis-Verlages auf der Prager Kleinseite wegen der akuten Hochwassergefahr evakuiert. Auch die Buchhandlung auf der Kleinseite ist geschlossen. Der Verlagsbetrieb ist für unbestimmte Zeit eingestellt. Wir bitten unsere Kunden und Geschäftsfreunde um Verständnis, wenn in den folgenden Tagen die Kommunikation nicht funktionieren wird.
|
 |
|
Karl-Markus Gauss bei Vitalis
Das erfolgreiche Werk "Die sterbenden Europäer" des österreichischen Publizisten und Literaturkritikers Karl-Markus Gauss erscheint zur kommenden Prager Buchmesse in einer tschechischen Ausgabe. Der traditionelle österreichische Verlag Zsolnay, in dem seit Jahrzehnten auch bedeutende böhmische Autoren verlegt werden, hat mit Vitalis eine dementsprechende Vereinbarung getroffen. Eine Ausweitung dieser Zusammenarbeit auch auf andere Autoren wird angestrebt.
|
 |
|
Lektor in Prag?
Der Verlag Vitalis hat seinen Tätigkeitsbereich stark ausgeweitet. Wir bieten deshalb engagierten Germanisten und Germanistinnen, von deren Fähigkeiten wir uns im Rahmen eines Praktikums überzeugen können, die Möglichkeit zu einem mindestens einjährigen Volontariat im Bereich Lektorat. Exzellente Kenntnisse der deutschen Sprache setzen wir genauso voraus wie die Bereitschaft, sich für eine überdurchschnittliche Position überdurchschnittlich einzusetzen. Ihre schriftliche Bewerbung richten Sie bitte an den Prager Vitalis-Verlag, zu Händen Personalabteilung.
Voraussetzungen für ein Volontariat:
·abgeschlossener Magisterstudiengang der Germanistik
(nicht Literaturwissenschaft!)
·exzellente Kenntnisse des Deutschen
·dreimonatiges Praktikum in unserem Hause
·sichere Kenntnis der alten Rechtschreibung
|
 |
|
Großbauprojekt bedroht Klárov-Park
Der Klárov-Park ist eine wichtige Grünfläche am verkehrsreichen Klárov, dem Vorplatz zur Kleinseitner Metrostation. Seinen Namen trägt der Park nach Alois Clar, dem aus dem nordböhmischen Städtchen Auscha stammenden, heute nahezu vergessenen Begründer des naheliegenden Blindeninstitutes. Alte Bäume, blühende Sträucher, Parkwege, Ruhebänke, Rasengrün – die vielen vom Herumstreifen müden Besucher der Kleinseite und auch die in dieser Hinsicht ohnehin nicht verwöhnten Einheimischen wissen diesen Ruhepunkt inmitten ausufernden Autoverkehrs zu schätzen. Das könnte bald anders sein: Großinvestoren mit guten Verbindungen planen hier – mit Blick auf die Interessen des poltischen Establishments des angrenzenden Senates – eine gigantische Tiefgarage zu errichten. Gegen den Lockruf der enormen Investitionssumme von cca. einer dreiviertel Milliarde Kronen verklingen die Argumente der Ruhesuchenden ungehört: Nur fünf Minuten zu Fuß von hier, vor dem Konzerthaus Rudolfinum existiert ja bereits eine Tiefgarage – sie steht nur die meiste Zeit halbleer. Oder was wohl schwerer wiegt: Geologen warnen eindringlich vor einer Veränderung des Grundwasserspiegels, da die Tiefgarage im Verlauf eines fossilen Moldauarmes projektiert ist. Überschwemmungen von historischen Kellern und Fundamenten mit allen daraus resultierenden Folgen stehen damit zu befürchten, selbst das teilweise auf historischen Eichenstämmen stehende Gebäude der Regierung, die Straka-Akademie, könnte in seinen Fundamenten Schaden erleiden – ein Schaden der dann mit mehrstelligen Millionenbeträgen aus dem Steuertopf wird beseitigt werden müssen.Eine Bürgervereinigung versucht sich gegen die Betonorgie zu stemmen, aber die Entscheidungen liegen beim (ODS-dominierten) Magistrat. Ob dessen Verantworliche und Mitarbeiter diesmal den Verlockungen Pekunias werden widerstehen können?
|
 |
|
Jaroslav Hašeks Geburtshaus in Gefahr
Es funktioniert immer wieder auf dieselbe Weise: Die Denkmalpflege untersagt die Schleifung eines denkmalgeschützten Gebäudes. Der Eigentümer, dem meist an einer lukrativen Gebäude- und Grundstücksspekulation gelegen ist, wählt den einzig gangbaren Weg (unter Bezugnahme auf den § 91 des Gesetzes Nr. 50/1976, Baugesetz, im Wortlaut der Novelle aus dem Jahr 1998): Er läßt das Gebäude so lange verfallen, bis eine "ernsthafte Gefährdung menschlichen Lebens" entstanden ist – in diesem Fall (der durch geschicktes Manipulieren innerhalb weniger Jahre eintreten kann) darf das Gebäude ohne viel Federlesens demoliert und beseitigt werden. Dieses Schicksal droht nun auch dem in der historischen Prager Neustadt gelegenen Geburtshaus des Vaters des "Braven Soldaten Schweik". Der "Klub für das alte Prag" lehnt sich gegen dieses barbarische und einer Kulturnation nicht angemessene Vorhaben auf und berichtet in der neuesten Ausgabe seiner Vereinszeitschrift "VĚSTNÍK KLUBU ZA STAROU PRAHU" ausführlich über den Fall.Dem ungezügelten Spekulationswahn wurden in den letzten Jahren eine Reihe unersetzlicher Baudenkmäler geopfert, darunter auch das Gebäude der vormaligen "Böhmischen Bau und Immobilien Bank" oder die für die Prager Kulturgeschichte überaus bedeutende "Kleine Bühne" (Divadlo Minor) des ehemaligen Prager Deutschen Kammertheaters auf dem Heuwaagsplatz. In diesem 1999 demolierten Theatersaal hatten sich seinerzeit etwa 500 Prager Freunde des verstorbenen Kafka eingefunden, um eine Gedenkfeier für den toten Schriftsteller abzuhalten. Der Abdruck dieses Artikels ist unter Quellenangabe gestattet. Um ein Belegexemplar wird gebeten. Quelle: Deutscher Buchverlag Vitalis, Prag; www.vitalis-verlag.com
|
 |
|
Vorbereitungen zum 200. Geburtstag Adalbert Stifters sind in vollem Gange
Bis zum Jahr 2005, Adalbert Stifters 200. Geburtstag, plant der Verlag Vitalis eine umfangreiche Buchreihe Stifters Werke in Einzelausgaben. Begonnen wurde mit den Erzählungen Bergkristall, Der Waldsteig und Granit, in rascher Folge werden weitere Bände ins Verlagsprogramm genommen.Neben dieser deutschsprachigen Ausgabe plant Vitalis, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Linzer Adalbert-Stifter-Institut, auch eine Stifter-Ausgabe in tschechischer Sprache. Zur Vorbereitung des runden Geburtstages soll im Frühjahr 2003 die erste Ausgabe eines zweisprachigen Magazines 200 Jahre/let Adalbert Stifter, das als Forum österreichische, tschechische und deutsche Institutionen, die sich an den Feierlichkeiten beteiligen werden, gedacht ist. An einer Internetpräsentation 200 Jahre Adalbert Stifter wird gearbeitet.Fachleute aus allen einschlägigen Wissensgebieten sowie Stifterfreunde sind zur Mitarbeit und zu Beiträgen aufgerufen.
|
 |
|
Die Berliner Autorin Herma Kennel jetzt bei Vitalis!
Die bekannte Autorin Herma Kennel, die früher bei so renommierten Verlagen wie Luchterhand oder Herder veröffentlichte, wird in Zukunft bei Vitalis erscheinen. Mit dem in 33 Auflagen verbreiteten Werk Die Reise mit der Pfeffermaus schuf die Autorin eines der erfolgreichsten Kinderbücher der letzten Jahrzehnte. Bei Vitalis erscheint demnächst ihr Tatsachenbericht über das "SS-Dorf" Bergersdorf in der Iglauer Sprachinsel.
|
 |
|
Zum Wilhelm Hauff-Jubeljahr
Am 29. 11. 2002 wäre Wilhelm Hauff 200 Jahre alt geworden. Vitalis präsentiert aus diesem Grund eine illustrierte Sonderausgabe mit sämtlichen Märchen (Die Karawane, Der Scheik von Alexandria, Das Wirtshaus im Spessart) des deutschen Dichters zum Jubelpreis von 9,90 Euro. Neben den Märchen erscheint rechtzeitig zum Geburtstag die Erzählung Die Bettlerin vom Pont des Arts, ebenfalls in einer illustrierten Ausgabe. Der Stuttgarter Autor und Redakteur des Cotta`schen "Morgenblatt für gebildete Stände", der mit nur 25 Jahren an einem "Nervenfieber" verstorben ist, gilt als einer der wichtigsten Autoren seiner Zeit.
|
 |
zurück
|
|
|